Unternehmensmeldung

Getischlert wird in der „Tischlerei Melk“ schon länger nicht mehr – gebaut dafür umso mehr: Konkret am weltweit ersten New-European-Bauhaus-Quartier im ländlichen Raum.

Die Tischlerei Melk wird sich aus einer Industriebrache zu einem Energieeffizienz-Vorzeige-Quartier entwickeln. Foto: Fürst Holding

Das ehemalige Tischlerei-Gelände wird derzeit umfassend revitalisiert und im Rahmen des Programms „Leuchttürme der Wärmewende 2024“ vom Klima- und Energiefonds mit 4,2 Millionen Euro, dotiert aus Mitteln des Umwelt- und Klimaministeriums (BMLUK) und des Innovations- und Infrastrukturministeriums (BMIMI), gefördert.

Das Förderprojekt soll als klimaneutrales und skalierbares Vorzeigequartier, das sich an den Grundprinzipien des New European Bauhaus (NEB) orientiert, neue Maßstäbe in der nachhaltigen Stadtentwicklung im ländlichen Raum setzen. Derzeit ist die Tischlerei Melk Gastgeber des New European Bauhaus (NEB)-Symposiums „Transformation hat Bestand“.

Das Quartier in Melk soll eines der weltweit ersten New-European-Bauhaus-Quartiere im ländlichen Raum werden.

Ausgangslage

Die „New European Bauhaus – Initiative“ der Europäischen Union basiert auf den drei Grundwerten Ästhetik, Inklusion und Nachhaltigkeit. Das Quartier „NEB Tischlerei Melk“ erfüllt die höchsten Vorgaben der Initiative, sodass die im Projekt demonstrierten Lösungen „Made in Austria“ international Aufmerksamkeit erregen können.

Das Areal wurde von 1938 – 2008 als Produktionsstätte der Tischlerei Fürst genutzt, ehe die Betriebs-Absiedelung aus Platznot erfolgte. Ein Teil des mehrere Gebäude umfassenden Quartiers wurde als Kunst- und Kultur-Bühne „Tischlerei Kulturwerkstatt“ unmittelbar nachgenutzt (bisher über 150.000 Besucher:innen).

Die Fürst Holding GmbH (150-jähriges Familien- und Traditionsunternehmen, Besitzerin des Areals und Bauherr der „Tischlerei Melk“) lehnte in weiterer Folge hoch dotierte Kaufangebote (und damit kurzfristig hohe Gewinne) für das Areal ab – und entschied sich gemäß ihren Firmenwerten zur Entwicklung eines Mixed-Use-Quartiers als Leuchtturm für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zur Belebung des ländlichen Raums unter eigener Leitung.

Kurz nach dem Start der „NEB-Initiative“ durch EU-Kommissionspräsidentin U. v. d. Leyen 2020 begann ein umfassender Quartiers-Entwicklungsprozess, an dem bisher über 1.000 Personen teilnahmen (über 500 interdisziplinäre Expert:innen-Gespräche). „NEB-Tischlerei-150+“ baut auf den Ergebnissen des Projekts „NEB-Tischlerei-Melk“ (TIKS 2024) unmittelbar auf.

Innovationsgehalt

Erstmalige Entwicklung eines Wärmepumpen-Systems, das von 3 Umweltenergiequellen gespeist wird zur hocheffizienten thermischen Quartiersversorgung

Prädiktives Energiemanagement-System zur flexiblen Nutzung erneuerbarer Energien, effiziente Kurzzeit- und Langzeit-Speichernutzung

Prädiktives Wassermanagement – Nutzung und Speicherung von Regen- und Grauwasser

Generationsübergreifende Perspektive – Lebenszyklus mindestens 150 Jahre (Vorbild: Stift Melk bereits 300 Jahre)

Disruptiver Quartiers-Entwicklungsprozess als zukünftiges Best Practice für die Immobilienbranche

Weltweit erstes NEB-Quartier im ländlichen Raum

Enormes Impact-Potential – durch Vielzahl intensiv behandelter Zukunftstehmen, breite Stakeholder:innen- und Expert:innen-Einbindung, intensive Zusammenarbeit mit Hochschulen (Uni Wien, Boku, TU Wien, FH St. Pölten, FH Joanneum, FH Kärnten) 

Tischlerei-Eigentümer und Projektinitiator Lukas Fürst: „Wir transformieren eine alte Tischlerei in ein neues vorbildhaftes Stadtquartier. So gestalten wir gemeinsam ein klimaneutrales Quartier und somit eine lebendige Zukunft des ländlichen Raums.“

Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Bernd Vogl: „Wir fördern Projekte, die zur Klimaneutralität und zur Klimawandelanpassung beitragen und auch baukulturell ansprechend und wertvoll sind. Was beim Projekt ‚Tischlerei Melk‘ deutlich wird, ist, dass die Kombination von Umsetzungsprojekt und Forschungsbegleitung erfolgreich funktioniert und dabei hilft, innovative Technologien in die Breite zu bringen und Österreich international sichtbar zu machen.“

Website des Quartiers

energy innovation austria, Ausgabe 2/2025 - Nachhaltig, baukulturell wertvoll und gemeinschaftlich Bauen, „New European Bauhaus“-Aktivitäten in Österreich

(hst)

 

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