Die Stadt Wien versucht zusehends, die fossilien Verbrenner aus der Stadt zu verbannen: Die ersten vier Wohnprojekte mit alternativen Mobilitätskonzepten wurden nun subventioniert.

Gefördert werden Projekte, die ein oder mehrere elektrische Autos zum Teilen anbieten (E-Carsharing) und ergänzend einspurige E-Fahrzeuge zum Ausleihen zur Verfügung stellen (Fahrräder, Lastenräder, E-Bikes, E-Mopeds). Das Ziel: So kann auf das eigene Fahrzeug oder Zweitauto verzichtet werden und Energie- und CO2 werden eingespart. Insgesamt stehen dafür 2 Mio. Euro aus dem Ökostromfonds zur Verfügung. Die Förderaktion für innovative Sharing-Angebote im Wohnbau richtet sich an größere Wohnanlagen.

Das sind die ersten vier Förderprojekte:

  • Im 23. Bezirk, in einem Neubau der BUWOG mit knapp 200 Wohnungen in der Meischlgasse, werden ein stationäres E-Carsharing in der Garage sowie ein E-Bikeverleih mit 8-Bikes aus dem Verleihnetz „3sixty5“ umgesetzt werden.
  • In Floridsdorf wird in einem neueren Wohnbau der Kallinger Gruppe und der Arwag mit insgesamt 360 Wohnungen in der Siemensstraße, ein Mobilitätspunkt mit 2 E-Carsharingautos sowie einspurigen E-Fahrzeugen zum Teilen ins Leben gerufen.
  • Die Sozialbau AG wiederum startet gleich größer. Nach positiven Erfahrungen mit dem Teilen eines elektrischen Kleintransportes werden nun 10 Grätzl für rund 10.000 Wohnungen gebildet. Es handelt sich um Wohnanlagen in unterschiedlichen Flächenbezirken, die mit je einem E-Fahrzeug plus 2 E-Mopeds für ihre Bewohnerschaft zum Ausleihen ausgestattet werden.
  • Im zweiten Bezirk wird im Nordbahnhofviertel nahe Bednarpark ein kleineres BewohnerInnnenprojekt für ca. 70 Wohnungen umgesetzt. Die Baugruppe des „Wohnprojekts Wien“ wird mit dem Nachbarhaus ein E-Auto plus ein E-Lastenrad zum Nutzer für die BewohnerInnen anschaffen, die in der gemeinsamen Garage stehen werden.

Mindestens zwei Jahre in Betrieb
Grundsätzlich gilt für alle Projekte: Alle Angebote werden jeweils mit einer Buchungssoftware nutzbar sein über die auch eine etwaige Verrechnung erfolgt. Die Angebote müssen nach der Konzeptionsphase mindestens 2 Jahre in Betrieb sein und werden dann evaluiert. Eine Fortführung darüber hinaus wird angestrebt. Der Betrieb der damit verbundenen Ladeinfrastruktur erfolgt nachweislich mit Ökostrom.

Einreichfrist Ende 2021
Insgesamt kann für die ersten innovativen geförderten Projekte ein Volumen von ca. 400.000 Euro ausgeschüttet werden, dass Investitionen von mehr als einer Million Euro in Mobilitätsmaßnahmen im Wohnbau auslösen wird. Weitere Projekte können bis Ende 2021 eingereicht werden solange Fördermittel vorhanden sind. Insgesamt sind 2 Mio. Euro im Fördertopf. Die nächste Einreichfrist ist am 31. Oktober 2020. Weitere Bauträger und Mobilitätsdienstleister haben bereits Interesse bekundet.

Alle Infos zur Förderung:

https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/energie/foerderungen/mobilitaetsangebote.html

Bzw. bei der Föderabwicklungstelle Urban Innovation Vienna: https://www.urbaninnovation.at/de/Projects/Innovative-energieeffiziente-Mobilitaetsangebote-im-Wohnbau

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