Während der Bund beim Sanierungsbonus für die thermische Hülle die Notbremse gezogen hat, startet in drei Wochen der erste große PV-Fördercall 2026.

Noch immer wundert sich die Baubranche über den abrupten Wegfall der Förderung für die Dämmung der Gebäudehülle. Foto: hs

Für Hausbesitzer und Fachbetriebe bedeutet das: Umplanen statt Abwarten.

Das Beben: Aus für den Sanierungsbonus sorgt für Entsetzen

Dass die thermische Sanierung (Dämmung, Fenster) seit Anfang Februar nicht mehr gefördert wird, schlägt im April 2026 hohe Wellen. Die offizielle Begründung des Ministeriums: Der Fokus liegt nun voll auf dem Kesseltausch, da dieser mehr CO₂-Einsparung pro Fördereuro bringe. In der Branche hagelt es dafür vernichtende Kritik:

„Dieser Stopp zerstört das mühsam aufgebaute Vertrauen der Häuslbauer. Wer eine thermische Sanierung Monate im Voraus plant, steht jetzt vor dem finanziellen Nichts. Planungssicherheit sieht anders aus.“ — Erwin Zangerl, Präsident der Arbeiterkammer Tirol. (Quelle: Statement zur Einstellung des Sanierungsbonus, Februar/März 2026)

„Anstatt den Schwung der hohen Nachfrage mitzunehmen, tritt die Regierung beim Klimaschutz auf die Bremse. Das ist ein fatales Signal für die Bauwirtschaft.“ — Land Burgenland, Offizielle Presseaussendung zum Förderstopp, Februar 2026.

Die Alternative: Der PV-Fördercall am 23. April

Wer bei der Dämmung leer ausgegangen ist, sollte jetzt den Blick auf das Dach richten. Am 23. April 2026 öffnet sich das erste von drei Zeitfenstern für den EAG-Investitionszuschuss 2026.

Die Eckpunkte:

Termin: 23. April bis 11. Mai 2026.
Fördersätze: Bis zu 150 €/kWp für Anlagen bis 10 kWp (Kat. A) und 140 €/kWp (Kat. B).
Speicher-Bonus: Pauschal 150 €/kWh Kapazität (bei einem Mindestverhältnis von 0,5 kWh pro kWp).
Neu 2026: Ein EU-Bonus von bis zu 20 % auf den Zuschuss, wenn nachweislich europäische Komponenten (Module/Wechselrichter) verbaut werden.

(hst / KI-Gemini) 

Leserbriefe, Anmerkungen, Kommentare bitte an redaktion(at)energie-bau.at

ebau newsletter