Handelsplatz:

Porsche-Chef Blume kündigt weiteres Sparprogramm an
Absatzminus in China, Zölle in den USA, stockende Elektro-Offensive: Porsche hat Probleme und muss weiter Kosten senken. Nun richtet der Vorstandschef einen Brief an seine Führungskräfte.

 

Düsseldorf. Die Krise beim Sportwagenhersteller Porsche vertieft sich. In einem internen Schreiben hat Vorstandschef Oliver Blume am Freitag seine Führungskräfte auf eine weitere harte Sparrunde eingestimmt.
„Die Lage bleibt ernst“, heißt es in dem Brief, der dem Handelsblatt in Auszügen vorliegt. Porsche habe es mit einer „Krise der Rahmenbedingungen“ zu tun. „Das alles trifft uns hart“, schreibt Blume. „Härter als viele andere Automobilhersteller.“ Zuerst hatte die Deutsche Presse-Agentur aus dem Schreiben zitiert.
28
Prozent
weniger Fahrzeuge als im ersten Halbjahr 2024 verkaufte Porsche zwischen Januar und Juni 2025 in China.
Blume mahnte auch zu Flexibilität in der Belegschaft. Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretung sollen im zweiten Halbjahr über ein sogenanntes „zweites Strukturpaket“ verhandeln. Ziel sei es, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des im Deutschen Aktienindex Dax notierten Konzerns abzusichern.
Ob das zweite Sparpaket weitere Stellenstreichungen enthält, ließ Blume offen. Zuletzt hatte Porsche im Februar angekündigt, bis 2029 rund 1900 Arbeitsplätze sozialverträglich abzubauen – zusätzlich zu 2000 Stellen, die über das Auslaufen befristeter Verträge bereits eingespart wurden. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2030 ausgeschlossen. Der Personalabbau muss also auf Freiwilligkeit, Altersteilzeit und natürliche Fluktuation setzen.