Das kommt nicht von ungefähr, denn abgesehen von den mangelnden steuerlichen Anreizen in die thermische Sanierung zu investieren, stellt sich bei der konkreten Umsetzung oft die „Gretchenfrage“: Dämmen – oder nur den Heizkessel tauschen.
Das Energieberatungsbüro Econsult liefert mit einem kürzlich veröffentlichten Gutachten* eine klare Antwort. Die Einsparungen liegen beim reinen Kesseltausch zwischen zwei und 15 %. Alte Heizkessel durch moderne Brennwertkessel zu ersetzen, spart somit deutlich weniger Energie, als Verbände der Heizungsindustrie angeben. Für den Klimaschutz sind die Einsparungen damit nicht hoch genug, sagt die Deutsche Umwelthilfe.

Das Projekt „Eberlgasse“ in Wien vor der Sanierung. Foto: Andreas Kronberger
Zahlreiche Mustersanierungen hingegen haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll belegt, dass mit der thermisch optimal sanierten Gebäudehülle bei Wohnhäusern in Österreich eine Reduktion des Heizwärmebedarfs gegenüber dem Altbestand um bis zu 95 % möglich ist. Solche Gebäude können sogar Passivhausstandard und damit Bestwerte in Bezug auf Primär- und Endenergie erreichen.
„Auch für die Klimastrategie 2050 gilt: die umweltschonendste Energie ist immer noch die, die man gar nicht erst braucht. In der Sanierung führt kein Weg an einer energieeffizienten Gebäudehülle vorbei“, so GDI 2050 Geschäftsführer Dr. Clemens Demacsek.
www.gdi2050.at
*„Einsparungen von Endenergie und CO2 beim Ersetzen alter Heizkessel durch Brennwertkessel“, Klaus Lambrecht, Econsult, 1. März 2018


