Mit dem System lassen sich unterschiedliche Gebäudeteile resilient verbinden und bei Bedarf einfach voneinander trennen. Der Projektfokus lag auf der Verbindung von Bauteilen mit unterschiedlicher Lebensdauer, bei denen irreversible Verbindungen den Austausch üblicherweise erschweren. Hierzu wurden zwei unterschiedliche Zugänge untersucht: Einerseits wurden industrielle Klettkomponenten auf herkömmliche Beton- oder Holzbauteile geklebt, andererseits Klettkomponenten aus den Rohbaustoffen Beton und Holz sowie aus Papierwerkstoffen hergestellt.
Das entwickelte System mit Klettkomponenten aus Rohbaustoffen funktioniert wie ein Klettverschluss – nur in etwas größerer Dimension. An den zu verbindenden Enden der Bauteile befinden sich direkt eingearbeitete Pilzköpfe oder Haken, die sich auf der entgegengesetzten Seite in ein Klettelement verhaken und damit fest verbinden. Die im Projekt entwickelten Verbindungssysteme zeigten bei Labortests gute Haftzugfestigkeit, die mit industriellen Produkten vergleichbar sei, so die TU Graz. Die entwickelte Klettverbindung ist primär für Innenräume gedacht - eine weitere Steigerung der Haftzugfestigkeit versprechen sich die Forschenden, wenn statt des im Projekt genutzten 3D-Drucks für das Klettelement Spritzguss oder gestanztes Metall zur Anwendung kommen. (cst)



