Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Insgesamt erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen von Januar bis März 73,4 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom.
Der Anstieg gegenüber dem windschwachen Vorjahresquartal ist insbesondere auf die höhere Stromerzeugung aus Windenergie an Land (+27,5 Prozent) und auf See (+44,4 Prozent) zurückzuführen.
Die Stromerzeugung aus Photovoltaik lag dagegen rund fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür waren ungünstige Witterungsbedingungen sowie der etwas sonnigere Jahresbeginn 2025.
Die Stromproduktion aus Wasserkraft verringerte sich aufgrund geringer Niederschlagsmengen in den vergangenen drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr um rund 21 Prozent. Die Erzeugung aus Biomasse blieb mit einem Rückgang von 1,5 Prozent nahezu unverändert.
Die Erzeugungszahlen im Einzelnen
Im ersten Quartal 2026 lag die Bruttostromerzeugung bei 140,6 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) – 5,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (1. Quartal 2025: 133,2 Mrd. kWh). Dem stand ein Bruttoinlandsstromverbrauch von 137,6 Mrd. kWh gegenüber (1. Quartal 2025: 136,0 Mrd. kWh). Insgesamt wurden 73,4 Mrd. kWh Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt (1. Quartal 2025: 64,7 Mrd. kWh).
Davon stammten 24,5 Prozent (34,4 Mrd. kWh) aus Wind an Land, 7,0 Prozent (9,8 Mrd. kWh) aus Wind auf See, 9,6 Prozent (13,5 Mrd. kWh) aus Photovoltaik, 7,8 Prozent (11,0 Mrd. kWh) aus Biomasse und 2,4 Prozent (3,3 Mrd. kWh) aus Wasserkraft. Aus konventionellen Energieträgern wurden 67,2 Mrd. kWh erzeugt. Im Vorjahreszeitraum waren es 68,5 Mrd. kWh.
Ökostromanteil: Zwei Berechnungsmöglichkeiten
Der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch im ersten Quartal 2026 beträgt 53 Prozent. Den Ökostromanteil am Bruttostromverbrauch zu bemessen, ist die gängige Berechnungsgrundlage. Sie geht zurück auf europäische Vorgaben und steht im Einklang mit den Zieldefinitionen der Bundesregierung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Der Bruttostromverbrauch bildet das gesamte Stromsystem eines Landes ab und setzt sich zusammen aus der Summe der Bruttostromerzeugung eines Landes und dem Saldo seines Stromaustausches über die Landesgrenzen. Eine andere Möglichkeit ist, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung zu messen. Diese umfasst die gesamte in Deutschland erzeugte Strommenge. Der Anteil Erneuerbarer Energien im ersten Quartal 2026 auf Basis der Bruttostromerzeugung beträgt 52,2 Prozent.
Quelle: BDEW
(hst)



