Forschende haben einen Rotor in Leichtbauweise entwickelt, der speziell für den Betrieb in Regionen mit geringer Windgeschwindigkeit konzipiert ist.

Ziel der Forschungsarbeit ist es, die Kraft des Winds so wirksam wie möglich für die Erzeugung elektrischer Energie zu nutzen. Foto: Fraunhofer IAP

Das neu entwickelte Windrad setzt sich bereits bei einer schwachen Brise in Bewegung. Laut Tests im Windkanal fängt der Rotor bei einer Windgeschwindigkeit von 2,7 Meter pro Sekunde an zu drehen – eine maßgebliche Voraussetzung, um Windkraft in Regionen mit schwachen Windverhältnissen effizient zu nutzen. Die Anlaufgeschwindigkeit für vergleichbare Systeme betrage vier Meter pro Sekunde, so das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, das gemeinsam mit Partnern den Rotor entwickelt hat.

Die Rotorblätter sind aus zwei Schalen in Leichtbauweise konstruiert, die aus Faserverbundwerkstoffen bestehen, und innen hohl. Diese Bauweise reduziert das Gesamtgewicht um bis zu 35 Prozent. Die Anlage erreiche bis zu 450 Umdrehungen pro Minute und einen Wirkungsgrad von 53 Prozent. Mit einer Leistung von 2500 Watt bei 10 Meter pro Sekunde Windgeschwindigkeit sei sie im Durchschnitt 83 Prozent leistungsstärker als Vergleichssysteme auf dem Markt, heißt es. Fünf Prototypen der Kleinwindkraftanlage sind aktuell an unterschiedlichen Standorten im Praxistest, bei dem die Forschenden herausfinden wollen, wie sich Position und Höhe der Anlage auf die Leistung auswirken. (cst)

Fraunhofer IAP 

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