Der taiwanesische Photovoltaik-Spezialist Greendix hat einen Fußball mit integrierter Solartechnik entwickelt. Das soll anlässlich der WM in Südafrika nicht nur zeigen, wie flexibel und widerstandfähig Solarzellen mittlerweile sind. Es kommt damit auch das ideale Sportgerät für blinde Fußballer auf den Markt.
Kicken nach Gehör: In Deutschland gibt es mittlerweile eine Liga für sehbehinderte Sportler.
Der Solar-Fußball besteht wie ein klassischer Lederball aus fünf- und sechseckigen Elementen. Doch bei den schwarzen Fünfecken handelt es sich um entsprechend geformte Solarzellen. "Das Hauptziel dieses Projekts war es, zu zeigen, dass Solarpanele in jeglichen Gegenstand integriert werden können, mit dem wir alltäglich zu tun haben und an die Grenzen des Machbaren zu gehen", erklärt Greendix-Presiden Joseph Lin.

Beim Prototypen für die Werbeaktion soll es aber nicht bleiben. Interessant ist das Sportgerät vor allem für den Blindenfußball. Die integrierten Solarzellen dienen der Energieversorgung von in den Ball integrierten Bewegungssensoren und einem Audiogerät. Wird der Ball gespielt, kann er so ein akustisches Signal abgeben, an dem sich sehbehinderte Sportler orientieren. Derzeit kommen dafür Schellenbälle zum Einsatz.

Die Sportart Blindenfußball wird zwar auf einem deutlich kleineren Feld gespielt als das Vorbild, erfreut sich aber international wachsender Beliebtheit. An der deutschen Blindenfußball-Bundesliga haben dieses Jahr beispielsweise bereits neun Mannschaften teilgenommen. Eine Grundvoraussetzung für diese und einige andere Blindensportarten ist ein Ball, der akustisch wahrgenommen werden kann.

Quelle: Greendix
Foto: www.blinden-fussball.de
Hintergrund: www.blinden-fussball.de

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