Der niederösterreichische Umwelt-Landesrat Dr. Stefan Pernkopf hat sich in einem Gespräch mit dem energie:bau Magazin gegen die Deckelung der Fördersumme für neue Ökostromanlagen im Ökostromgesetz ausgesprochen. Er möchte sich dafür einsetzen, dass der 21-Millionen-Deckel fällt.


Pernkopf sieht durch die Bundesgesetzgebung auch seine eigenen Energieziele gefährdet. In Niederösterreich sollen bis 2015 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden, bis 2020 sogar die Hälfte der insgesamt im Bundesland verbrauchten Energie.  

Schon heute liegt die Quote der Erneuerbaren beim Strom in Niederösterreich bei 89 Prozent. Es würde also ganze fünf Jahre in Anspruch nehmen, die verbleibenden 11 Prozent zu schaffen: „Ein Grund dafür ist die Bundesgesetzgebung – vor allem das Ökostromgesetz. Der darin verankerte 21-Millionen-Deckel für die Tarifförderung muss endlich weg!“, so Pernkopf zu energie:bau. Es müsse endlich die Kontinuität bei der Förderung von Solarstrom sichergestellt werden.

Ein positives Signal sind für den Landesrat allerdings die Beschlüsse seiner Parteikollegen bei der Klausurtagung in Loipersdorf: „Durch das Bekenntnis zu thermischer Sanierung, Forschung und Green Jobs hat die ÖVP Initiative gezeigt. Ein nicht geringer Teil der 300 Millionen Euro, die dafür ab 2011 zur Verfügung stehen sollen, wird auch in die PV-Förderung fließen“, erklärt Pernkopf.

Auf ihrer Klausurtagung in Loipersdorf hat die ÖVP beschlossen, dass die nächsten 10 Jahre jährlich Steuereinnahmen in Höhe von je 100 Millionen Euro für Investitionen im Bereich Forschung, thermische Sanierung und „Green Jobs“ aufgewendet werden. Vor allem neue Arbeitsplätze im ökologischen Bereich sollen durch den Ausbau von Energie- und Umwelttechnologien sowie die Förderung von E-Mobilität geschaffen werden.

Quelle: energie:bau
Hintergrund: derstandard 
Foto: ÖVP

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