Energie-Landesrat Rudi Anschober fordert, schon ab 2011 die Grundzüge des deutschen Fördermodells für PV-Strom bundesweit in ein neues Ökostromgesetz zu übernehmen. In Oberösterreich sollen dadurch bis 2015 rund 10.000 neue PV-Dachanlagen entstehen und die so genannte Netzparität hergestellt werden.
Derzeit wird die österreichische Förderung für Solarstrom im Ökostromgesetz geregelt. Anschober tritt dafür ein, dass darin nun die Tragsäulen des deutschen Gesetzes zur Förderung erneuerbarer Energieträger (EEG) übernommen werden.

"Bis 2015 benötigen wir eine Finanzierungsbrücke in die Energiezukunft mit attraktiven Förderungen", so der Energie-Landesrat. So könne auch das Ziel realisiert werden, die Netzparität bei Photovoltaikstrom bis zum Jahr 2015 zu schaffen. Dann soll für die Endverbraucher der selbst produzierte Strom dieselben Kosten je kWh verursachen wie der Einkauf von einem Netzbetreiber.  

Konkret möchte der Landesrat mit besseren Förderungsmodellen erreichen, dass bis 2015 bereits 10.000 oberösterreichische Dächer mit PV-Anlagen bestückt werden. Ein ambitioniertes Ziel, wenn die aktuellen Zahlen zugrunde gelegt werden: "Auf Grund der Erfahrungen mit dem KLIEN-Investitionsförderporgramm 2009 gehe ich davon aus, dass heuer rund 500 Anlagen in OÖ durch die KLIEN-Investitionsförderung unterstützt werden können. Durch die Ökostromtarifförderung des Bundes werden weitere 100 Anlagen realisiert werden können. Das ist viel zu wenig, um das Interesse in Oberösterreich zu befriedigen und den notwendigen Beitrag zur Energiewende zu schaffen", appelliert Anschober an den Bund, die Förderrahmenbedingungen für Photovoltaik zu verbessern.

Quelle: nachrichten.at
Foto: Roto Frank AG

Kommentare  

#2 Kran 2010-04-14 13:05
manche länder haben keine spezifischen vorgaben. andere schon. unterschiede gibt es auch bei der förderhöhe. aber das ist bei der photovoltaic austria aufgeschlüsselt . egal, wie kompliziert es sein mag, um eine förderung anzusuchen ist sicher kein fehler.
#1 flotsch 2010-04-14 09:23
die förderungen werden langsam unübersichtlich . es ist zwar gut, dass es sie gibt, aber hoffentlich gibt es nicht wie bei vielen anderen gesetzen 9 landesgesetze (oder fördermodelle) zu ein und demselben thema.

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