Die IG Windkraft meldet in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres einen saftigen Anstieg des Nettostromimports nach Österreich und beruft sich dabei auf Zahlen der E-Control.
Bis Ende 2018 prognostiziert die IG Windkraft eine Stromimport-Abhängigkeit von 15 % des österreichischen Stromverbrauchs. Foto: IG Windkraft
Werde in den letzten zwei Monaten nur durchschnittlich so viel Strom im Saldo nach Österreich importiert wie in den letzten vier Jahren, dann wird der Nettostromimport für 2018 rund 15 Prozent betragen, so die IG Windkraft in einer Aussendung. Die 7,2 Milliarden kWh Strom, die Österreich im Jahr 2018 aus den Nachbarländern importiert hat, kosteten rund 415 Millionen Euro. Weitere 135 Millionen Euro kommen voraussichtlich bis Jahresende noch hinzu: „In Summe fließen den Kohle- und Atomkraftwerken der Nachbarländer dadurch rund 550 Millionen Euro aus Österreich zu.“

Im Jahr 2017 musste Österreich in den ersten zehn Monaten 4,9 Milliarden kWh mehr Strom aus dem Ausland importieren als es exportieren konnte - 2018 waren es nach zehn Monaten bereits 7,2 Milliarden kWh, heißt es weiter. „Statt die Energiewende voranzutreiben importiert Österreich Kohle- und Atomstrom aus den Nachbarländern in großem Stil“, kritisiert IG Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl. „Dem Stromimport kann nur mit dem raschen Ausbau der erneuerbaren Energien in Österreich begegnet werden.“ (cst)

IG Windkraft

Webseite E-Control

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