Trends - 14.08.18
Wie kann Photovoltaik einen vielfältigen Mehrwert bringen? Wie können ArchitektInnen in der PV-Planung unterstützt werden? Drei Technik-Neuheiten im Detail.
energie:bau hat sich am Markt umgesehen und drei spannende Produkte entdeckt, die die Nutzung von Solarenergie intelligenter gestalten. Foto: pxhere

Am Markt der PV- und Solarmodule tut sich immer wieder was. Seien es innovative Details, die die Module effizienter machen, oder neue Formen und Farben, die eine optisch schönere Integration zulassen. Aber auch abseits der Module selbst gibt es einige schlaue Ideen, die für Energie-Architektur eine Rolle spielen.

energie:bau hat sich am Markt umgesehen und drei spannende Produkte entdeckt, die erstens die Nutzung von Solarenergie intelligenter gestalten, zweitens die Planung von PV-Anlagen für ArchitektInnen vereinfachen, sowie drittens nachhaltige Energiegewinnung erleb- und erfassbar machen.

Intelligenter „Stromverteiler“
Neu im Hause der oberösterreichischen Firma MYPV ist ein Haustechnik-Produkt namens AC-THOR 9S. Es ist ein Photovoltaik-Power-Manager für Warmwasser und Heizung. Wenn der eigenen PV-Strom nicht zur Gänze aufgebraucht wird, nutzt das intelligente Gerät die überschüssige Energie zur Wärmeerzeugung. So soll bis zu 30 % Energie gespart werden.

Gerhard Rimpler, CEO von MYPV weiß, dass das Thema Platz ebenfalls essentiell ist: „Die Kompaktheit des Produkts führt dazu, dass man keinen Haustechnikraum mehr braucht. Für den Nutzer heißt das also: mehr Raum und weniger Kosten.“ Weitere Vorteile der elektrischen Haustechnik sieht er in der Einfachheit und höheren Betriebssicherheit.


myPV
Auf der Intersolar Messe in München im Juni präsentierte CEO Gerhard Rimpler von MYPV den neuen PV-Power-Manager.

Virtuelle PV-Planung
Ein Design-Tool für Architektur- und Planungsbüros entwickelte das Unternehmen SolarEdge. Die im Mai 2018 veröffentlichte Software ist speziell für das professionelle Planen von PV-Anlagen und den dazugehörigen Komponenten des Unternehmens ausgelegt. Mithilfe von Google Maps kann die PV-Anlage virtuell auf ein bestehendes Gebäude „gebaut“ werden und zum Beispiel Schattenwurf oder das richtige Zusammenspiel der SolarEdge-Komponenten simuliert werden.

Auch neue Gebäude können schnell aufgezogen und skaliert werden. In Zukunft wird es noch erweiterte Funktionen geben, die etwa erlauben, eigene Fotos hochzuladen und damit zu arbeiten, oder eine Optimierungssimulation durchzuführen.

SolarEdge
Gal Roter ist Produktmanager bei Solaredge und zeigt, wie mit der Software PV-Anlagen geplant werden können.

Zeigen, was am Dach passiert
Solarstrom sichtbar machen – darauf hat sich das Unternehmen Solarfox aus dem deutschen Gründau spezialisiert. Auf großformatigen Displays werden die Leistungsdaten von Photovoltaik-Anlagen präsentiert. „Das macht vor allem für Unternehmen, Einkaufszentren, Schulen oder Verbände Sinn, die ihre eigene Energieproduktion visualisieren möchten“, sagt Geschäftsführer Florian Stübing.

KundInnen, MitarbeiterInnen oder BesucherInnen werden so über den Stromertrag der PV-Anlage informiert und für das Thema erneuerbare Energien sensibilisiert. Die Displays verfügen über mehrere Slides mit unterschiedlichen Inhalten und Funktionen. Neu ist hier außerdem die Möglichkeit, das Display mit einer 360°-Kamera zu koppeln und ein umfassenderes Bild und Informationen zu liefern. (sis)

SolarFox
Solarfox-Geschäftsführer Florian Stübing will mit dem Solarstrom-Display Menschen für Erneuerbare sensibilisieren.

Kommentar schreiben

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite benutzerfreundlicher zu gestalten. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.