Marktreif - 16.07.2018
Mithilfe einer neuen Technik können einzelne Hocheffizienz-Solarzellen künftig in industriellem Maßstab geklebt statt gelötet werden.
Die Klebetechnologie wurde so weit fortentwickelt, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Foto: © Fraunhofer ISE

Die neue Klebetechnologie ist das Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts „KleVer“ - Kostensparende Klebstoff-basierte Verbindungstechnologie für Hocheffizienz-Solarzellen – des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und des Anlagenherstellers teamtechnik. Die Technik sei marktreif, durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen könnten vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden, so das Fraunhofer ISE in einer Aussendung.

Erprobt wurde das neue Verfahen mit einem so genannten Stringer mit Klebeeinheit, der Solarzellen, aus denen Solarmodule aufgebaut werden, elektrisch verbindet. Auf ihm wurde laut Fraunhofer ISE nachgewiesen, dass leitfähiges Kleben von Solarzellen mit drei, vier oder fünf Busbars als Voll- oder Halbzelle mit einem Durchsatz von etwa 1600 Zellen pro Stunde möglich ist. Bei der Klebetechnologie liege die Prozesstemperatur unter 180° C, wodurch die Heteroschichten der Zellen nicht geschädigt würden, heißt es weiter. Auch die thermomechanische Belastung sei durch die geringere Steifigkeit der Klebeschicht deutlich niedriger, Spannungen im Material verringerten sich, wodurch die Gefahr von Mikrorissen und Brüchen in den Zellen sinke.

Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung sei durch Klimakammerprüfungen bestätigt worden. Der Durchsatz in der industriellen Produktion sei nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. (cst)

Fraunhofer ISE

Webseite teamtechnik

Bericht BINE Informationsdienst

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