Der slowakische Solarboom endet, bevor er richtig angefangen hat: Die Regierung hat erlassen, dass die installierte Kapazität im Land 120 MW nicht mehr übersteigen darf.
... und das obwohl erst mit 1. September ein Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft getreten ist, mit dem sich die Slowakei unter Boom-Länder wie Deutschland oder Tschechien einreihen hätte sollen.

Seit 30. November beurteilt die Betreibergesellschaft des slowakischen Stromnetzes (SEPS) nur noch solche Solaranlagen positiv, die eine installierte Kapazität von 1 bis 4 MW aufweisen und bis spätestens Ende 2011 in Betrieb gehen können. Sobald das kumulierte Leistungslimit von 120 MW erreicht ist, wird die SEPS sämtliche Anträge ablehnen. Eine positive Stellungnahme der SEPS ist jedoch erforderlich, um vom Wirtschaftsministerium eine Genehmigung fu?r den Kraftwerksbau zu erhalten.
Bis die Grenze von 120 MW Gesamtkapazität erreicht ist, wird die SEPS ku?nftig jede Woche u?ber die vorliegenden Anträge entscheiden. Dabei erhalten diejenigen Investoren Vorzug, die zuerst ihren Antrag bei der Gesellschaft eingereicht haben.

Seit Inkrafttreten des EEG, das die Einspeisetarife für Solarstrom für eine Dauer von 15 Jahren garantiert, war mit einem enormen Auftrieb für die Branche zu rechnen; zahlreiche Großprojekte gingen in Planung. Mit der neuen Regelung wird die Slowakei für die Entwicklung größerer PV-Anlagen schlagartig uninteressant.

Begründet wird der Schritt mit technischen Bedenken: Die SEPS begru?ndet den Schritt mit technischen Bedenken. Die Einspeisung von Solarstrom gefährde die Betriebssicherheit und die Verlässlichkeit des Übertragungsnetzes.

Quelle: Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer

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