Strom (noch) zu teuer, Konkurrenz zu groß: 2009 ist für Europas Solarbranche alles andere als sonnig verlaufen, sagt eine neue Studie.

Das Problem: Im allgemeinen Krisenjahr 2009 sei das Thema Klimawandel gegenüber der allgegenwärtigen Wirtschaftskrise ins Hintertreffen geraten, so die Studienautoren - und dies hätte bei den Konsumenten zu einem Sinken der Nachfrage nach Solartechnologien geführt, so ein Ergebnis der aktuellen Studie des Managementberatungsunternehmens BCG.

Darüber hinaus hat der bisherige Solarstrom-Musterschüler Spanien die Subventionen für Solarstrom drastisch gekürzt, womit auf einem der wichtigsten Märkte Europas der Stillstand herbeigeführt worden ist. Auch das Musterland Deutschland könnte bald von den USA überholt werden. Gleichzeitig aber baut etwa China seine Produktionskapazitäten massiv aus. Das öffnet Preisverfällen Tür und Tor, schwächere Marktteilnehmer haben das Nachsehen - Geschäftsergebnisse und Börsenkurse brechen ein.

Das Hauptproblem der Branche bleibt laut BCG jedoch, dass Solarstrom bisher einfach noch zu teuer sei. „Um in der zentralen Strom produktion wettbewerbsfähig zu sein, müssten die Preise für Solarstrom um rund zwei Drittel sinken“, sagt Markus Wanko, Principal bei BCG. „Auch in den nächsten Jahren wird der Einsatz von Photovoltaik und von Solarthermie für die zentrale Energiegewinnung nur mit staatlichen Subventionen möglich sein.“

Das weitere Wachstum der Branche hängt in den nächsten Jahren maßgeblich von der Energiepolitik ab. Die Rolle der solarthermischen Kraftwerke ist dabei noch schwer abschätzbar. Das etwa fünfmal größere und etabliertere Photovoltaiksegment könnte in Ländern, die weiterhin staatliche Fördergelder zur Verfügung stellen, in den nächsten Jahren Wachstumsraten von rund 30 % verzeichnen. Ab 2015 erwarten die BCG-Experten dann ein gebremsteres Wachstum von jährlich rund 20 %.

Quelle:
Solarer Sturm statt solarer Strom - www.bcg.at

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