„Nur wenige Energieversorger haben ihre Preise gesenkt, der überwiegende Teil hat noch dringenden Handlungsbedarf“, so AK Energieexperte Josef Thoman. Nach Preissenkungen von Verbund und den Unternehmen der Energieallianz (Wien Energie, EVN, Energie Burgenland) im September und Oktober ist mit Jahresanfang 2014 die Salzburg AG nachgezogen. Die Preissenkungen bewegen sich zwischen 3,5 und 10%. „Auch die anderen beobachteten Anbieter täten gut daran, ihren Preisvorteil rasch an ihre Kundinnen und Kunden weiterzugeben und die Energiepreise zu senken!“
Ähnlich die Situation bei Gas: Der Großhandelspreis ist im vergangenen Jahr um 8% gesunken, doch nur sechs Anbieter (die Unternehmen der Energieallianz, TIGAS, VKW und Salzburg AG) haben ihre Arbeitspreise für Haushaltskunden gesenkt. Der Gas-Großhandelspreis liege in etwa auf dem Niveau von 2008, die Preise für Haushalte jedoch in vielen Fällen um rund 30% darüber, so die AK.
Der internationale Vergleich bestätige ebenfalls die negative Bilanz für Haushalte: Sowohl bei Gas als auch bei Strom liegen Österreichs Industriepreise unter dem EU-Durchschnitt. Die Preise für Haushaltskunden hingegen sind überdurchschnittlich hoch. „Die im Regierungsprogramm vereinbarte, und von der AK schon lange geforderte Beweislastumkehr muss rasch kommen! Denn dann müssten die Unternehmen beweisen, dass sie marktkonforme Preise verlangen“, fordert Thoman.Auch die rasche Einführung eines bundesweiten Energieeffizienzgesetzes sei notwendig, um die Kostenbelastung nachhaltig zu reduzieren.



