Die Erneuerbaren Energien haben den Strompreis nach unten getrieben, die fossilen Kraftwerke rechnen sich daher immer schlechter. Der schwedische Vatten-Fall-Konzern könnte sich nun aus Deutschland zurückziehen.
Die Erneuerbaren drückten den Strompreis, die Konzerne verdienen weniger. Foto starmuehler.at

Die Manager der großen Energiekonzerne waren schon mal selbstbewusster. Massive Fehlinvestitionen in Österreich (z.B. das Gas-Kraftwerk Mellach des VERBUND) oder in Deutschland, wo Vattenfall gerade die 500 Millionen Euro für das nagelneue Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg abschreibt, ruinieren die Bilanzen.
 
Hauptgrund der Malaise ist aber der Riesenerfolg der Energiewende. Windkraft und Photovoltaik und andere Erneuerbare drücken den Strompreis massiv nach unten.
Die deutsche Energiewende macht dem schwedischen Konzern Vattenfall schwer zu schaffen. Vattenfall ist einer der vier großen Energiekonzerne am Deutschen Markt.
Die Berliner Zeitung schreibt nun angesichts der Präsentation der Geschäftszahlen von Vattenfall: "Gut möglich, dass er (Anm: der Konzern) sich demnächst auf seinen Heimatmarkt zurückzieht.
 
Steigender Kostendruck, schrumpfende Profitabilität, Herausforderungen für einen Umbau – das sind Stichworte einer Präsentation für Analysten, mit denen Vattenfall das Geschäft in den Niederlanden, in Großbritannien und in Deutschland beschreibt. Und Oystein Loseth, Chef des schwedischen Energiekonzerns, sprach am Dienstag von „einem fundamentalen Strukturwandel“ in der europäischen Energiebranche. Experten schätzen, dass ein Rückzug von Vattenfall aus Deutschland die Folge sein wird.
Vattenfall bekommt den Wandel heftig spüren. Der Konzern, der dem schwedischen Staat gehört, schloss das Jahr 2013 mit einem Verlust von 13,5 Milliarden Kronen (rund 1,5 Milliarden Euro) ab, im Vorjahr war es noch ein Gewinn von 17 Milliarden Kronen gewesen. Hauptgrund für das Minus in der Bilanz: Der Wert von Kohle- und Gaskraftwerken in den Niederlanden und in Deutschland wurde deutlich nach unten gesetzt."
 
Bericht in der Berliner Zeitung
 
Vattenfall

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