Am 30. November trifft sich in Mistelbach zum ersten Mal ein "Bürgerparlament": Viele Menschen in Österreich sind mit den politischen Verhältnissen offenbar unzufrieden, fühlen sich nicht richtig vertreten. Sie haben sich zu einem "Unabhängigen Netzwerk Bürgerinitiativen" zusammengefunden. Unabhängig, überparteilich, selbstbewusst. Die Menschen fordern - als Souverän im Staat - Transparenz und Mitsprache. Ob es sich um soziale Anliegen, um Themen der Energie oder der Umwelt handelt. Man will keine politische Partei gründen - sondern den Politikern Themen und Umsetzungen vorgeben. Es ist die "Lobby der Bürger", die sich gegen andere, mächtige Lobbys zur Wehr setzt. Am 30. November wird in Mistelbach auch eine eigene Initiative "Energiewende von unten" vorgestellt.
Beim "Tag der BürgerInnen und Initiativen" (30.11.2013, ab 17:00 Uhr im Stadtsaal Mistelbach, Niederösterreich) sollen Vorträge über erfolgreiche Umsetzungen zeigen, dass es einen Sinn hat, sich zu engagieren. Die Besucher werden informiert, WIE sie ihre Meinungen kundtun können.
Die Energie-Fraktion unter den Bürgerinitiativen hat außerdem eine Elektroauto-Parade organisiert. Mehrere Tesla Roadster und ein nagelneues Model S werden auffahren, genauso wie Peugeots, Renault Zoe oder Citroens.
Die über 30 Vertreter von Bürgerinitiativen, die sich in den vergangenen Wochen zusammengetan haben, kommen aus ganz unterschiedlichen geografische, thematischen und weltanschaulichen Richtungen. So zum Beispiel die Initiative Pro Reines Wasser für Korneuburg mit Matthias Schabl, die Zukunftsinitiative Korneuburg (Regina Gruber), der Verein für Energie-Autarkie, Kleinengersdorf, der Verein Elektrotrieb (Langenzersdorf, Heinz Netrwal), die Bürgerinitiative Saubere Energie (Kreuzstetten, Susanne und Peter Rabl), BI SCHIEFESgas (Herrnbaumgarten, Andreas Czezatke), "Dorf bleiben" aus Kreuzstetten (Elisabeth Perschl), oder so große Gruppen wie die kirchennahe "ARGE Schöpfungsverantwortung" (Wien, Isolde Schönstein) oder EUROSOLAR Austria, Wien. Dem Netzwerk gehören aber auch Privatpersonen an. Mediziner um den Bisamberger Kinderarzt Ferdinand Sator etwa.
Hier geht es zum Programm.
| Bürger/Initiative | Ort |
| 1. E-Autarker Bauernhof | Streitdorf |
| aktion 21 - pro Bürgerbeteiligung | Wien |
| Arge Schöpfungsverantwortung | Wien |
| Arge Umweltbewusstes Handeln | Siebenhirten |
| BI "135 Abgeordnete sind genug" | Wilfersdorf/Stockerau |
| BI Brennessel | Mistelbach |
| BI gegen die Tauerngasleitung | Salzburg |
| BI Gegen Gift | Mistelbach |
| BI gegen noch mehr Lärm | Bisamberg |
| BI Liesing gegen Fluglärm | Wien |
| BI Risiko-Gas | Poysdorf |
| BI Saubere Energie | Niederkreuzstetten |
| Bundesverband Elektromobilität | Orth a.d. Donau/Wien |
| Dorf bleiben | Kreuzstetten |
| Eurosolar | Wien |
| Grüne Lunge Gerasdorf | Gerasdorf |
| ichwilldiebahn.at | Kleinrötz |
| Info-Plattform Marchfeldkogel | Markgrafneusiedel |
| Kinderarzt F. Sator | Korneuburg |
| Kremser Gruppe attac | Krems |
| Lebenswertes Weinviertel | Seebarn |
| Masseur Karl Kasenbacher | Langenzersdorf |
| Pro Reines Wasser | Korneuburg |
| renewable energy | Mödling |
| SCHIEFESGas | Herrnbaumgarten |
| Sonnenstrom Gföhl | Gföhl |
| Verein "Energiebündel Weinviertel" | Füllersdorf |
| Verein Elektro-Trieb | Langenzersdorf |
| Verein FEE-Fotovoltaikgemeinschaft | Maria-Enzersdorf |
| Verein für Energie-Autarkie | Klein-Engersdorf |
| Weinviertel Energie GmbH | Stockerau |
| Zukunftsinitiative Korneuburg | Korneuburg |



