Von den 36 Millionen Euro holten sich die österreichischen Hausbesitzer nicht einmal die Hälfte ab: Am 14.11.2013, zwei Wochen vor Schluss und nach monatelanger Bewerbung, liegen immer noch 21,36 Millionen von 36 Mio Euro im Topf. Keiner möchte sie. Die Förderpauschale für Anlagen auf dem Dach beträgt 300 Euro/kWpeak, für gebäudeintegrierte Lösungen 400 Euro/ kWpeak. Gefördert werden maximal 5 kWpeak. Zu wenig, zu unattraktiv, zu bürokratisch?
Stimmt gar nicht, sagen die Funktionäre der Elektro- und PV-Branche: "Wir haben mit über 9.000 Anlagen einen Rekord an Installationen", betont der Bundesinnungsmeister der Elektriker, Joe Witke im Rahmen einer Pressekonferenz. Und der Präsident des industrienahen Verbandes Photovoltaik Austria, Hans Kronberger, weist auf einen "Rekordwert" von 612,9 Megawatt installierter Photovoltaik in Österreich (kleine und große Anlagen) zum Ende dieses Jahres hin.
Doch damit liegen die Österreicher nach Jahrzehnten der "Energiewende" erst bei 73 Watt pro Einwohner, die deutschen Nachbarn waren Ende Septemer schon bei 428 Watt. Mit der in diesem Jahr in Österreich installierten PV-Leistung können gerade einmal 0,95 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs durch Sonnenstrom gedeckt werden.
BIM Joe Witke weist auf den wirtschaftlichen Nutzen: "Bei rund 10.000 neu errichteten PV-Anlagen im Jahr 2013 und dem entsprechenden erwirtschafteten Umsatz, kann davon ausgegangen werden, dass damit allein in unserer Branche 2.500 Arbeitsplätze gesichert werden konnten. In wirtschaftlich turbulenten Zeiten wurde ein absolut richtiger Weg eingeschlagen. Das Zauberwort hier heißt Planbarkeit und dadurch Sicherheit. Durch die Aufnahme eines verpflichtenden Elektro-Prüfbefundes vor der Auszahlung der Förderung, ist ein großes Stück Betriebssicherheit gewonnen worden."
Witke fordert, dass die nicht abgeholten Förderungen im nächsten Jahr zur Verfügung stehen sollen.



