Photovoltaik: "Bereits 6.000 Anlagen im heurigen Jahr!"
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Die Elektro-Bundesinnung verteidigt Österreichs Photovoltaik-Förderung. Bei den kleinen Anlagen steuert man auf ein Rekordjahr zu.
Unser Artikel "Photovoltaik: Förderungen bleiben liegen" hat einigen Staub aufgewirbelt. Viele Leser berichteten zustimmend, andere fanden den Blickwinkel zu kritisch. Zu den letzteren gehört Gottfried Rotter, der für die Bundesinnung der Elektrotechniker die E-Marke und die Öffentlichkeitsarbeit managed: "Die derzeitige KLIEN-Förderung von Kleinanlagen kann nicht so schlecht sein, sonst hätten wir in Österreich nicht dieses Jahr bereits 6.000 Anlagen gebaut! Wir stehen zu dieser Förderung, die Leute nehmen sie an. Es werden nicht „Millionen mangels Interesse nicht abgeholt“ und „Die Branche stöhnt“ NICHT. Beide Aussagen sind falsch wenn man die Zahlen der tatsächlich verbauten Anlagen betrachtet. Das System ist einfach anders geworden". Nach der Zahl der PV-Anlagen bis 5 kWp werde man heuer in Österreich jedenfalls einen neuen Rekord aufstellen, im gesamten vergangenen Jahr wurden 6.100 Anlagen installiert. Rotter rechnet mit ca. 9.000 Anlagen 2013. Wichtig dabei sei die Sicherheit, dass die Förderung gezahlt wird, wenn der Zählpunkt vom Energienetzbetreiber vorhanden ist (ohne den man gar nicht einreichen kann).
Richtig ist auch, das bis vorige Woche nur 10 Millionen Euro abgeholt worden sind, der Innung ist aber wichtig, lieber einen Puffer zu haben, falls doch mehr Nachfrage entsteht.
Die Jahresendsummen zeigen allerdings Österreich im PV-Minumundus: Während Deutschland heuer auf insgesamt 40.000 Megawatt verbaute Photovoltaik kommt, wird man insgesamt in Österreich gerade mal 653 MW installiert haben. Anders ausgedrückt: während auf jeden Österreicher 73 Watt PV kommen, hat jeder Deutsche 500 Watt installiert.
Rotter: “Die Frage ist, was uns der Vergleich mit Deutschland (wie unten angeführt) bringen soll. Wollen wir überhaupt NUR auf die max. MW Leistung reflektieren. Ist das System in Deutschland denn so gut, dass wir ein Minimundus Land sind? Sollen wir wie in Deutschland einfach MW produzieren ohne zu wissen wie wir diese dann von A nach B bringen. Wie bei den Deutschen Offshore Windräder, welche noch nicht einmal eine Anspeiseleitung haben? Dieselmotoren halten diese am Bewegen damit die Kugellager nicht festklemmen. Denn gefördert wird in Deutschland die Aufstellung und NICHT ob diese wirklich produzieren. Also mir sind viele kleine (weitgehend autarke Hausanlagen) doch lieber, als nur auf die MW zu schauen.
Für Kleinanlagen brauche ich GAR KEINE Einspeiseförderung. Hier gilt: Das selbst verbrauchte kW ist das am besten geförderte kW!!".
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