Der oberösterreichische Landesrat legt der Bundesregierung Vorschläge für eine umfassende Reform des Förderwesens vor.

Geht es nach Anschober, soll bis 2020 der PV-Anteil in Oberösterreich 10% betragen. Foto: Klimafonds/Ringhofer

Grundmotto: geringere Förderungen, weniger Bürokratie, Vorrang für PV auf Dach und Fassade sowie für Bürgerkraftwerke und Schluss mit der Deckelung (Mengenbeschränkung) für kleinere und mittlere Anlagen. Eine erste Analyse zeigt einen starken positiven volkswirtschaftlichen Effekt.

In Oberösterreich wurden 2012 mehr als 4.100 Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Jahresgesamtleistung von 39.500 kWp neu in Betrieb genommen - mehr Anlagen als in der gesamten Geschichte der Photovoltaik in Oberösterreich zuvor. Die Umsetzung der Reformvorschläge soll den Ausbau weiter forcieren.

„Die Vervielfachung ist jetzt erst der Beginn: Der Ausbau von PV hat weiteres enormes Zukunftspotenzial – mein Ziel: bis 2020 ein PV-Anteil von bis zu zehn Prozent am Gesamtstromverbrauch in Oberösterreich. Und dass dies machbar ist sieht man in Deutschland, wo der Anteil der PV bereits 6% beträgt – in Bayern sogar schon 8%“, so Landesrat Anschober.

Eine Verringerung der Förderhöhen sei nicht zuletzt aufgrund knapper Budgets der öffentlichen Hand und der drastisch sinkenden Anlagenpreise  eine Notwendigkeit, doch müsse dabei auch die Planbarkeit für Fördernehmer/innen, wie auch ausführende Unternehmer/innen mitgedacht werden – dies sei eine Verantwortung der Politik. Anschober: „Bei der Vergabe der Mittel des Klimafonds im letzten Jahr hat man eindeutig gesehen, dass dies nicht mitgedacht wurde, wenn der Fördertopf völlig überraschend halbiert wird. Dies kann nicht im Sinne der Sache sein und hier bedarf es einer entsprechenden Korrektur.“

Quelle: photon.de

Land Oberösterreich

Reformvorschläge im Detail (pdf)

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