Der Verein „Moosdorf macht mobil“ hat es geschafft, den bisher fehlenden öffentlichen Nahverkehr in der Gemeinde in Schwung zu bringen. Das „Dorfmobil“, ein Elektrofahrzeug, bringt an fünf Tagen die Woche seine Passagiere zum gewünschten Ziel im Gemeindegebiet, für das es keine passende, öffentliche Verbindungen gibt. Eine Fahrt schlägt mit einem Unkostenbeitrag von einem Euro zu Buche.
Dabei ist der Fahrtendienst alles andere als Taxiunternehmen. Das Projekt „Dorfmobil“ ist als Verein organisiert, mitfahren dürfen Vereinsmitglieder. Die 27 Fahrer arbeiten ausschließlich ehrenamtlich und müssen eine mindestens drei Jahre unfallfreie Fahrpraxis nachweisen. Für alle Fahrer gibt es im Vorfeld einen Fahrtechnik- und einen Erste-Hilfe-Kurs.
Bestellen kann man das „Dorfmobil“ per Reservierungs-Hotline – einem Handy, das zwischen den Zuständigen weitergegeben wird. Das Elektrofahrzeug ist ein Leasing-Wagen, der Abgang wird von der Gemeinde übernommen. Die ersten drei Jahre wird mit einem Verlust kalkuliert.
Gemäß dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ wird beim „Dorfmobil“ besonderen Wert auf die sozialen Kontakte gelegt. Die meisten Fahrten gingen bisher zum Arzt, zum Einkaufen oder zu Behörden.
Quelle: Bezirks Rundschau
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Moosdorf
Moosdorf macht „E-mobil“
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Die oberösterreichische Gemeinde hat 1525 Einwohner, ein Moormuseum, ein Friedensdenkmal und – ein Elektroauto.



