Die Staaten der Europäischen Union könnten bis 2050 fast gänzlich mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Zu diesem Schluss kam eine am Mittwoch in Brüssel veröffentlichte Studie mit dem Titel „Energy (R)evolution Europe“.
Derzeit machen erneuerbare Energien etwa 12,5 Prozent der Gesamt-Energieversorgung aus. Bis 2020 sollte der Anteil auf 20 Prozent ansteigen. Foto: APA
Voraussetzung dafür sei jedoch, dass bereits für 2030 ein ambitioniertes und verbindliches Ziel beschlossen wird, forderte Greenpeace. „In den kommenden Jahren entscheidet sich, ob die Energiewende gelingt, oder ob wir einen Rückfall hin zu Kernenergie und Kohle erleben“, so Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. „Wir brauchen unbedingt ein Etappenziel: Um Richtung und Tempo der Energiewende festzulegen, muss für das Jahr 2030 als Ziel ein Anteil von 45 % erneuerbarer Energien beschlossen werden“, fügte er hinzu. Greenpeace hatte gemeinsam mit dem European Renewable Energy Council (EREC) die Studie beauftragt, die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgearbeitet wurde.

„Nirgendwo im Energiesektor ist das Wachstum so groß wie im Bereich der erneuerbaren Energien. Diesen Erfolg haben wir unter anderem dem verbindlichen Ziel von 20 % erneuerbarer Energien für das Jahr 2020 zu verdanken. Wir müssen jetzt weitere Meilensteine setzen, um auf Kurs zu bleiben. Das ist nicht nur wichtig für Versorgungssicherheit, Klima oder Konsumenten, sondern auch für die Wirtschaft. Denn gerade in diesem Bereich ist Planbarkeit wichtig, denn genau dort werden oft Entscheidungen mit hohen Kosten und langfristiger Wirkung getroffen“, sagte Westerhof.

Zwar werde auf EU-Ebene bereits überlegt, wie die langfristige Energie- und Klimapolitik aussehen soll, es seien aber noch keine neuen Ziele beschlossen worden, kritisierte die Umweltschutzorganisation. Derzeit machen erneuerbare Energien etwa 12,5 Prozent der Gesamt-Energieversorgung aus. Bis 2020 sollte der Anteil auf 20 Prozent ansteigen.

www.greenpeace.org

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