Mit stärkeren Anreizen für saubere Energien wird in Japan mit Investitionen von mindestens 7,6 Mrd. Euro ein wahrer Boom erwartet. Das soll vor allem der Solarenergie zugutekommen. Das Land würde damit nach eigener Berechnung hinter China zum zweitgrößten Solarmarkt der Welt aufsteigen.
Der am 1. Juli in Kraft tretende neue Energieplan umfasst die Bereiche Windkraft, Geothermie, Wasserkraft, Photovoltaik, Biogas und Biomasse. So ist beispielsweise vorgesehen, dass die japanischen Versorger den Betreibern von Photovoltaik-Anlagen im eignen Land für einen Zeitraum von zwanzig Jahren etwa 42 Ct/kWh zahlen. Dieser Satz ist dreimal so hoch wie in China. Das ermöglicht den Betreibern im genannten Zeitraum Renditen von wenigstens 6 %. Abhängig von der Leistung wurden für Windkraft zwei unterschiedliche Einspeisetarife festgesetzt. Für Anlagen über 20 kW liegt der Tarif bei 23,1 Ct/kWh. Dieser Wert übertrifft den aktuellen deutschen Tarif von 8,93 Ct/ kWh deutlich. Für Windturbinen unter 20 kW liegt mit umgerechnet 55,9 Ct/kWh auf dem gleichen Niveau wie der höchste Einspeisetarif für Kleinanlagen weltweit.
Für Erdwärme-Kraftwerke sind es 27,4 Ct/kWh über 15 Jahre. Ab 1. Juli mu?ssen die etablierten Versorger nach einem im August 2011 verabschiedeten Fördergesetz den „grünen" Strom auch komplett abnehmen. Derzeit müssen sie nur u?berschu?ssige Kapazitäten aus erneuerbaren Energien kaufen und das nur bis zu Maximalwerten. Die Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt. Die Anfangsbelastung für jeden Haushalt soll im Durchschnitt bei 87 Cent im Monat liegen. Analysten in Japan beurteilen die neuen Solarstrom-Vergütungen als ausgesprochen attraktiv.
Quelle: E&M Daily
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Japan fördert PV mit 42 Cent pro kWh
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Japans Wende zu „Grünen Energien" nach dem Desaster von Fukushima ist nun mit einem Plan der Regierung zur massiven Förderung von Investitionen in erneuerbare Energien einen großen Schritt vorangekommen.



