Bis 2019 sollen 95 Prozent der österreichischen Haushalte die digitalen Stromzähler (Smart Meter) besitzen. Mit den intelligenten Stromzählern haben Kunden erstmals die Möglichkeit, schnell und einfach ihren Energieverbrauch zu überprüfen.
Zweite Verordnung zu Smart Meter in Begutachtung
Die zweite Verordnung der E-Control zu Smart Meter ist seit dieser Woche in Begutachtung. Mit der Verordnung werden unter anderem Datenformat, Detaillierungsgrad sowie die Form der Bereitstellung der Verbrauchsinformationen definiert. Die Inhalte der Verordnung wurden bereits dem Fachpublikum vorgestellt. „Die neue Verordnung ist wesentlich für die Akzeptanz von Smart Meter und schafft die Voraussetzungen, um die möglichen Einsparungspotenziale auszuschöpfen“, erläuterte Martin Graf von der E-Control und verwies auf den offenen und transparenten Prozess zur Einführung von Smart Meter. Die Verordnung soll im Sommer beschlossen werden.
In Österreich gibt es rund 5,5 Millionen Stromzähler, weit über 100.000 davon sind schon digitale Geräte. In ganz Europa sind bereits rund 50 Millionen Smart Meter installiert.
Der Konsument will selbst entscheiden
Konsumenten wünschen sich dennoch Wahlfreiheit und mehr Information, zeigt eine Studie des IFZ (Interuniversitäres Forschungszentrum Graz) zur Einführung von Smart Meters in Österreich. „Sie wollen selbst entscheiden können, ob intelligente Messgeräte in ihren Haushalten Einzug halten“, so der Soziologe Jürgen Suschek-Berger vom IFZ, Grazer Standort der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Erstmals wurden im Forschungsprojekt „Smart New World?“, gefördert vom Energie- und Klimafonds, Programm „Neue Energien 2020“, sowohl Verbraucher als auch Experten in Form von Interviews und Fokusgruppen zu möglichen Einführungsszenarien von Smart Meters befragt. Eine erfolgreiche Einführung von Smart Metering in Österreich sollte versuchen die verschiedene Ansprüche unterschiedlicher Stakeholder möglichst gut unter einen Hut zu bringen. Eine österreichweite Koordination und Standardisierung, Begleitmaßnahmen wie transparente Tarifmodelle, eine klare Investitionskostenrechnung oder eine Ombudsstelle für Konsumenten sind laut der Studie dazu erforderlich.
www.ifz.tugraz.at
oesterreichsenergie.at
www.e-control.at
Smart Meter: Was denken Endverbraucher?
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Intelligente Stromzähler bieten Konsumenten einen Anreiz zum Energiesparen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der heimischen Energieeffizienzziele. Doch was denken die Endverbraucher?



