Die Solarindustrie in Deutschland steht vor einer Konsolidierungswelle. Grund dafür ist das große Überangebot am Solarmarkt und günstigere Anbieter aus China.
Das Übergangebot am Solarmarkt bringt die einzelen Anbieter in Deutschland mächtig unter Druck             Foto: Q-Cells
Die deutschen Solaranbieter müssen sich für das kommende Jahr warm anziehen. Zu viele Anbieter am Solarmarkt und billigere Konkurrenzprodukte aus China lassen eine Konsolidierungswelle erwarten. Viele deutsche Hersteller haben deshalb schon ihre Prognosen für das Jahr 2012 über Bord geworfen, stehen sie doch aktuell vor horrenden Umsatzeinbußen. So fielen zum Beispiel bei dem in Thalheim (Sachsen-Anhalt) ansässigen Konzern Q-Cells  die Quartalszahlen deutlich schlechter aus als erwartet: Der operative Verlust (Ebit) machte im dritten Quartal 47,3 Mio Euro aus. Der Umsatz sank von 400 Mio Euro auf 228,8 Mio Euro. Als Resultat müssen bis zum Jahresende 250 Mitarbeiter gehen, Personalrochaden stehen an der Tagesordnung. Q-Cells leidet neben dem Überangebot auf dem Markt auch unter einem schnellen Verfall der Preise für Solarmodule.

Herbe Verluste muss auch das Photovotaikunternehmen Solarworld mit Sitz in Bonn zu Buche führen. Auch sie kann sich dem enormen Druck am Markt nicht mehr entziehen und verzeichnet im dritten Quartal ein Minus von neun Mio Euro. Der Aktienkurs reagierte zu Wochenbeginn auf die Zahlen mit einem Minus von 14 Prozent. Im Gesamtjahr dürfte das Unternehmen daher die 1,3 Milliarden Umsatz aus dem Vorjahr nicht mehr erreichen. Tatsächlich ist der Umsatz im dritten Quartal nämlich von 324,1 Mio Euro auf 237,8 Mio Euro gefallen.

Quelle: www.faz.net
www.solarworld.de
www.q-cells.com

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