Österreichs Energie-Agentur hat einen neuen Chef, sieben Millionen  Budget und in Niederösterreich eine größere „Schwester“ bekommen.
Peter Traupmann ist seit Anfang November Chef der Austrian Energy Agency.       Foto: Österreichische Energieagentur
Die Österreichische Energieagentur sieht sich selbst als das nationale Kompetenzzentrum für Energie in Österreich. Die dort tätigen 65 Wissenschafter beraten Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der „Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit“. Auch internationale Projekte durch Aufträge der EU-Kommission werden über Österreichische Energieagentur abgewickelt.

Seit Anfang November ist der Güssinger Peter Traupmann neuer Geschäftsführer. Der Energieexperte ist seit 1995 Vorstandsmitglied des Europäischen Zentrums für erneuerbare Energie in Güssing und war als Referent in der Landwirtschaftskammer Österreich für Energiepolitik zuständig. Traupmann sieht in seiner neuen Aufgabe einen klaren Auftrag. „Es geht darum, Österreich energiefit zu machen. Die Lösung kann nur in hocheffizienten und ressourcenschonenden Energiesystemen liegen“, so der Agrarökonom. Die Umsetzung der Energiestrategie müsse in Österreich laut Traupmann an vorderster Stelle stehen. „Diese Herausforderung bietet enorme Chancen für wirtschaftliche Impulse, Know-how-Transfer sowie Technologieexport und schafft tausende Green Jobs“, so der neue Geschäftsführer abschließend.

Ob dies mit dem überschaubaren Budget von sieben Mio. Euro gelingen kann? Traupmann ist guter Hoffnung, zumal durch Forschungskooperationen und Projekte zusätzliche Finanzierungen in Aussicht stehen. Der neue Geschäftsführer möchte vor allem die anwendungsorientierten Forschungen mit der Industrie voranschieben, um „die Praxis stärker einzubeziehen“.

Ähnliches hat auch die neue „Schwester“ vor, die in St. Pölten wohnt: Mit Jahreswechsel startet die Niederösterreichische Energieagentur mit Herbert Greisberger an der Spitze und neun Mio. Euro Budget. Sie bündelt alle relevanten Energie-Aktivitäten des Landes, soweit sie das Ressort von Landesrat Stephan Pernkopf betreffen. Wie weit die Niederösterreicher mit der Energy Austria kooperieren (oder konkurrieren), bleibt abzuwarten.

Quelle: www.energyagency.at

Leserbriefe, Anmerkungen, Kommentare bitte an redaktion(at)energie-bau.at

ebau newsletter