Ein internes Strategiepapier der EU-Kommission, das der zuständige Kommissar Günther Öttinger erst Ende des Jahres vorstellen wollte, sorgt für Aufregung: In mehreren Szenarien wird durchgerechnet, wie sich die Energiepreise in Europa für die Haushalte entwickeln könnten.
Fazit: Die Bürger müssen sich schon bis 2030 auf doppelte Belastungen einstellen. Derzeit geben die Haushalte in der EU durchschnittlich 7 % des Haushaltsnettoeinkommens für Energie aus, im Jahr 2030 dürften es bereits 15 % sein.
Eingerechnet wurden auch Ausgaben für Wohnungssanierungen oder bessere Autos – Anschaffungen, die allerdings von der EU zur Effizienzsteigerung auch zwingend vorgeschrieben werden dürften.
In den sieben Szenarien, die die Frankfurter Allgemeine Zeitung vorgestellt hat, variieren die Prozentsätze für den Anteil der Erneuerbaren Energie in Europa. Man geht jedenfalls davon aus, dass die EU ihre Vorreiterrolle bei der Erreichung von Klimazielen nicht aufgibt.
Am stärksten wird der Preis ansteigen – so jedenfalls die Szenarien – wenn der Atomstrom bis 2030 auf 2,5 % reduziert wird. 65 % entfallen dann auf erneuerbare Quellen, 33 % auf fossile Brennstoffe.
Quelle: FAZ
Foto: ZB
Energiepreise für die Haushalte verdoppeln sich
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Die EU-Kommission rechnet mit enormen Kostensteigerungen für Energiepreise – „schuld“ seien die Anstrengungen für den Klimaschutz.



