Die Behörden in Zürich haben „ausnahmsweise“ einen autonomen Lieferdienst auf die Straße gelassen. Mahlzeit! 

Wer Hunger hat, ruft den Blechg'scheitel: Der intelligente Robodog apportiert dann die Pizza Margherita brav an die Haustür. Kann mit seinen gummiradbewehrten Metallhaxen Stufen steigen (in Zürich nicht unwichtig), Kieswege bewältigen und Passanten Ausweisen.

Der „Hund“, den wir auch als Baustellen-Messfahrzeug oder als Stollensuchmaschine schon kennengelernt haben, ist also nun auf die Pizza gekommen.

 

Erstaunlich, wie der Zustell-Hund über die Treppen und Wege kommt. Bis Weihnachten schaut sich die Behörde an, was er kann. Oder was er vielleicht nicht kann (ausweichen zum Beispiel, oder Verkehrs-Konfusionen vermeiden). Foto: RIVR/Just eat

 

Und wurde prompt verhaftet. Die Zürcher Polizei hat ihn eingefangen und aus dem Verkehr gezogen. Das Foto einer Streife ging viral, Frau und Herr Polizei wussten nämlich nicht recht, ob sie nun ein Auto, einen Roller oder ein Tier vor sich haben.

Nun, bis Jahresende, hat der Amtsschimmel den Vierbeiner freigegeben: Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat dem Robotik-Unternehmen Rivr am Dienstag eine befristete Ausnahmebewilligung für zwei Pilotbetriebe erteilt.

In der ersten Testphase von Just Eat und Rivr, die ursprünglich zwei Monate dauern sollte, wird der Lieferroboter von Menschen überwacht. Ausserdem muss er gemäss Astra Schrittgeschwindigkeit fahren – nicht mehr als 7 km/h. Für einen vollständig automatisierten Betrieb, deutet das Astra gegenüber dem Zürhcer Tages-Anzeiger an, wäre wohl eine weitere Bewilligung nötig.

Das Bundesamt betont, die Pilotbetriebe mit Interesse zu verfolgen, «da sie wertvolle Erkenntnisse für neue Mobilitätsformen und die City-Logistik liefern können».

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