Nach einer Nullnummer beim Crashtest muss das (sehr beliebte) Elektro-Auto-Modell Renault ZOE sicherheitstechnisch verbessert werden.

ZOE
Der Crashtest für den ZOE fiel schlecht aus, der Konzern entwickelt weiter. Foto: Euro NCAP

Der ZOE E-TECH Electric ist eines der meistverkauften Elektroautos in Europa. Nun könnte die Begeisterung etwas abebben, denn vor wenigen Tagen erstaunten die Ergebnisse des neuerlichen Euro-NCAP-Programmes, also der Crashtests: Der ZOE bekam keinen einzigen Stern (wie übrigens auch der Dacia SUV Spring).

Wir fragten bei der Kommunikationschefin von Renault Österreich/Schweiz, Karin Kirchner, nach, wie der Konzern diese Tests kommentiert. Hier ihre Antwort:

„Renault nimmt die Ergebnisse zur Kenntnis, die von Euro NCAP nach spezifischen Tests des ZOE E-TECH Electric gemäß dem neuen Protokoll, das 2020 eingeführt wird, veröffentlicht wurden.
Renault bekräftigt: Der Renault ZOE ist ein sicheres Fahrzeug und erfüllt alle gesetzlichen Sicherheitsnormen. Diese Normen entwickeln sich ständig weiter und werden sowohl in Bezug auf die Sicherheit als auch auf den Verbrauch immer strenger. Daher verbessert Renault seine Fahrzeuge permanent, um die Vorschriften auf allen Märkten, auf denen Renault Fahrzeuge verkauft werden, zu erfüllen.

Geänderte EuroNCAP-Protokolle
Der ZOE wurde 2013 auf den Markt gebracht und erhielt damals 5 Sterne im EuroNCAP-Protokoll. Das EuroNCAP-Protokoll hat seit 2013 fünf Änderungen erfahren. Bei gleicher Ausstattung kann ein Modell bei jeder Protokolländerung bis zu 2 Sterne verlieren.

Weiterentwickklung beschlossen
Die Weiterentwicklung des aktuellen Zoe wurde 2017 beschlossen. Dabei wurde die passive Sicherheitsausstattung an die reale Unfallforschung angepasst und das Fahrzeug mit modernster ADAS-Ausstattung wie erweiterte Notbremsfunktion mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Spurhalteassistent und Spurhaltewarner unter Verwendung eines Radars und einer Kamera aktualisiert. Weitere Systeme sind, Verkehrszeichenerkennung, automatische Fern-/Abblendlichtschaltung, Toter-Winkel-Warner.

Ab 1. März wird Notbremsassistenz-System Standard
In Österreich ist das aktive Notbremsassistenz-System mit Kollisionswarner (AEBS) als Standardausstattung bei den Versionen Intens und Riviera inkludiert. Ab dem 1. März wird das AEBS auch bei den Versionen Life und Zen als Standardausstattung inkludiert sein.

Zu Ihrer Frage, wie geht es bei Renault weiter:
Ab Februar 2022 wird der neue Megane E-Tech Electric bestellbar sein, der mit 4,2 m ein sehr kompaktes und gleichzeitig vielseitiges Elektrofahrzeug ist, das High-Tech, Fahrspaß und Energieeffizienz bieten wird. Die Preise werden demnächst bekannt gegeben. Im Herbst 2022 folgt der Kangoo E-Tech Electric, der praktische Minivan in der rein elektrischen Antriebsversion. Der R5 Prototype, der Modellname des Serienfahrzeugs ist noch nicht bekannt, ein rein elektrischer Kleinwagen, kommt 2024 auf den Markt.“ (Karin Kirchner, Renault Österreich/Schweiz)

(hst)

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