Neu in Niederösterreich: Ein St. Pöltner Unternehmen stellte die Ladesäule vor, die auf Karten verzichtet – und Münzen akzeptiert.

Die Münz-Ladesäule ist neu und wird in Hainfeld/NÖ aufgestellt. Foto: EVAP
Die Münz-Ladesäule ist neu und wird in Hainfeld/NÖ aufgestellt. Foto: EVAP

Jede Elektro-Fahrerin, jeder Benützer der Ladesäulen kennt das Problem: Man steht vor einer der Säulen, zückt seine drei verschiedenen Karten die angeblich überall einsetzbar sind, hält sie vor das RFID-Feld – und genau nichts tut sich. Fehlanzeige. Die Säule bleibt stumm, wenn es gut geht meldet das Display, man möge es noch einmal versuchen. 

Suchen in der Dunkelheit
Klar, das das auch nichts hilft. Es bliebe noch, nach einer App-Adresse zu suchen, über die man einen – barrierefreien? – Zugang zum Ladenetz samt Bezahlmöglichkeit finden könnte. Spätestens hier geben 99 % aller Dürstenden auf. Wer will sich schon, beispielsweise in Budapest an einer stark befahrenen Straße in abendlicher Dunkelheit mit der Handytaschenlampe zum Kleingedruckten durchkämpfen, bei all den veraussehbaren Unwahrscheinlichkeiten?

"Unmodernes" Münzen-Zahlen
"Wir wollten das ändern" sagt Andreas Ranftl und konzipierte und baute mit seiner St. Pöltener Firma "EVAB – Electric Vehicles And Batteries" eine moderne Ladestation mit "unmodernem" Bezahlsystem: Man füttert den Stromspender mit Euro-(Cent)-Münzen. Ranftl ist seit vielen Jahren Vorreiter der E-Mobilität und kennt daher aus eigener Erfahrung das nicht enden wollende Karten-Chaos. Denn immer noch gibt es keine gemeinsame Karte für ALLE Ladenetzbetreiber in Österreich, schon gar nicht für ganz Europa.

Über den ersten Münzautomaten, der nun in der Gemeinde Hainfeld aufgestellt werden wird, dürften sich Einheimische und Ausländer gleichermaßen freuen, glaubt Ranftl.
Und als Unternehmer hofft er auf weitere Bestellungen anderer Gemeinden. Das Echo war jedenfalls groß, als er die Säule erstmal im September 2019 präsentierte.

Die Technischen Daten der "52kW E-Coin Ladestation"

    • Eingang: 2x 400VAC / 80A
    • Ausgang:
      • 1x Typ2 22kW 32A 
      • 1x Typ2 11kW 16A
      • 1x Typ2 3.7kW
      • 1x 11kW CEE
      • 1x 3.7kW Schuko
    • Gewicht: ca. 80kg
    • Größe: 1450 x 550 x 260 (mm)
    • 5 fach Münzsystem
    • Zeitbasierte Abrechnung
    • Barrierefreies E-Ladesystem

Die Schnelladesäule mit 52 kW ist übrigens um 9.600 Euro netto zu haben, die langsameren kosten rund 3.500 Euro. (hst)

Website der Fa. EVAB

Hier geht es zum Produktblatt der Münz-Ladesäule.

 

 

Kommentare  

#2 Tom 2019-10-10 15:48
jetzt noch eine Abrechnung nach kWh anstatt Zeit an der Säule und die Lösung ist perfekt!
#1 Helga Morocutti 2019-10-10 15:02
Endlich eine vernünftige Idee !

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