Vor vielen Jahren war der Mensch voller Hoffnung. Es begab sich damals, dass der Brüsseler Götterhimmel entschied, die Energiesysteme Europa zu liebralisieren zu „unbundeln“, wie das hieß.
Es sollten die Unternehmen, die Strom oder Gas liefern von jenen Unternehmen getrennt werden, die selbiges auf ihren Geleisen, Gasröhren, Stromtrassen oder Handymasten etc., transportieren.
Also Trennung von Netz und Lieferant.Freier Wettbewerb eben. Für die Netze wurden Regulatoren erfunden, die Höchstpreise festschreiben, damit alles fair ablaufen kann.
Doch die Schlawiner in den Chefetagen der Energiekonzerne sind das in Tateinheit mit den regionalen und nationalen Politiker:innen pfiffig umgangen.
Man trennte zwar die Unternehmen – führte sie aber gleich darauf wieder unter einem Holdingdach zusammen. Die Netz Niederösterreich GmbH zum Beispiel ist jetzt eigenständig. Gehört aber zur EVN Group. Und die wiederum zu 51 % dem Land Niederösterreich.
Ob das etwas ist, was man im Volksmund Augenauswischerei nennt, sei jetzt hier nicht (mehr) erörtert (ja, ist es). Vielmehr stellt sich die Frage, ob wir das Ganze nicht zurückdrehen sollten: Die „Landesversrger“ sollen auch offiziell und nach außen hin dem Land gehören und offiziell nach der Pfeife der Landeshäuptlinge tanzen.
Derzeit tut ja z.B. Frau Mikl-Leitner, die NÖ-Landeshauptfrau, so, als beschere sie nur die guten Seiten, die Strompreissenkungen ihrem Volk. Dass sie allerdings für die exorbitanten Preise von Netz und Energie als Haupt-Eigentümerin in der jüngsten Vergangenheit zuständig ist, wird den Bürger:innen nobel verschleiert. Verwischt. Augenausgewischt.


