Kommentar von Herbert Starmühler
Herausgeber energie:bau Magazin

KOMMENTAR: Worauf warten angeschlagene Betriebe und Branchen? Schickt eure Mitarbeiter zu Umschulungen!

Stephansplatz Wien Foto: Starmuehler
Der Lockdown – hier am Stephansplatz in Wien – wird irgendwann wieder aufgehoben, aber die Gäste kommen deshalb noch lange nicht in Scharen. Foto: Starmühler

Liebe Wirte und Wirtinnen, hochangesehene Flugbegleiterinnen, geschätztes Bodenpersonal, liebe Stadthoteliers! Es ist bitter, aber die Wahrheit, die uns dieses elendige Virus vorschreibt, heißt: NICHTS WIRD MEHR SEIN SO WIE ES WAR. Es kommen keine Vielreisenden mehr ins Stadthotel nach Frankfurt oder Wien, die vielen Betten bleiben unbenutzt, Produkt-Events der Autobranche oder der Sanitärfirmen müssen wir auf Jahre vergessen, die Messetrips dürfen wir bestenfalls „hybrid“ genießen.

Wer nun nochmal und nochmal und nochmal seinen Mitarbeiter*innen die Kurzarbeit angedeihen lässt, der oder die sollte vielleicht doch lieber die Reißleine ziehen: 2021 wird wie 2020, Impfungen bringen kein Ende der Pandemie, bestenfalls punktuelle Erleichterungen. Und 2022 und 2023 und 2024? Dasselbe Lied.

Während jetzt Tausende in Kurzarbeit verharren (in Österreich ist diese ja bis Ende März 2021 ermöglicht worden), suchen Unternehmen händeringend nach Personal. Das österreichisch EAG, das Erneuerbaren Ausbau Gesetz, löst wahrscheinlich einen Nachfrage-Boom nach Technikern und Technikerinnen aus.

Die Elektriker-Innung wird reagieren und via AMS einen neuen Umschulungs-Lehrgang anbieten. Wer über 19 ist und einen Beruf erlernt hat, der nicht mehr gebraucht wird – in 2 Monaten kann man zum „Elektro-Praktiker“ werden und (einfache) Montagearbeiten durchführen.

Es gibt Hoffnung – wir werden berichten.

 

 

Herbert Starmühler

Dr. Herbert Starmühler

Herausgeber energie:bau Magazin

ist Herausgeber dieser Publikation energie-bau.at und verschiedener Fachmagazine im Bereich Technik, Architektur und Energieeffizienz. Als seit Jahren leidenschaftlicher E-Auto-Fahrer und Bezieher eigenen Sonnenstroms ist der Journalist jederzeit für innovative Ideen zu begeistern und holt sich beim Networken gerne Inspiration für neue Projekte.

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