Seit Juni werden in Frauental in der Steiermark in einem Mehrfamilienhaus acht Wohneinheiten und eine Gewerbeeinheit mit Warmwasser und Heizungswärme aus Photovoltaik versorgt.
Das Warmwasser wird dezentral in den einzelnen Einheiten aufbereitet. Foto: my-PV GmbH
Mit dem System zur elektrischen Warmwasserbereitung durch autarke und netzgekoppelte Solaranlagen des österreichischen Unternehmens my-PV werden in Frauental nach Unternehmensangaben ein PV-Eigenverbrauch von 78 % und ein solarer Warmwasser-Deckungsgrad von 86 % erreicht. Jede Einheit des Mehrfamilienhauses wurde dazu mit einem eigenen PV-Eigenverbauch-Warmwasser-Gerät und einem Warmwasserspeicher ausgestattet, die Stromversorgung übernimmt eine zentrale 30-kWp-PV-Anlage auf dem Hausdach.

Der von der netzgekoppelten PV-Anlage erzeugte Strom wird zunächst zum Aufheizen der einzelnen, je 140 Liter umfassenen Warmwasserspeicher verwendet. Überschüssiger Strom wird durch Infrarot-Paneele zur Gebäudeheizung genutzt, erst im dritten Schritt wird Reststrom ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Ein zentrales System übernimmt die intelligente Steuerung. Das Mehrfamilienhaus in Frauental benötige keinerlei Rohre für die Wärmeverteilung, pro Wohnung gebe es lediglich eine Zuleitung für Kaltwasser. „Weil wir das Warmwasser dezentral in den einzelnen Einheiten aufbereiten, gelingt es uns, Energieverluste, die durch thermische Leitungen entstehen würden, gänzlich zu vermeiden“, so my-PV CEO Gerhard Rimpler.

Webseite my-PV 

Kommentare  

#1 Martin Krill 2016-09-09 13:46
Dazu stellt sich die Frage, wie im Winter das Haus geheizt und das Warmwasser erzeugt wird. Wenn durch externen Strombezug und ohne Wärmepumpe, dann erscheint mir das als Gesamtkonzept ökologisch gesehen suboptimal.

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