Der deutsche Energiekonzern spaltet sein konventionelles Geschäft ab und konzentriert sich in Zukunft auf die Sparten Erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen.
Radikaler Neuanfang für E.ON: künftig stehen Erneuerbare Energien im Mittelpunkt. Foto: E.ON UK

Die Neuausrichtung sei vom Aufsichtsrat einstimmig beschlossen worden, teilt das Düsseldorfer Unternehmen in einer Aussendung mit. Die Geschäftsfelder konventionelle Erzeugung, globaler Energiehandel und Exploration & Produktion würden in eine neue, eigenständige Gesellschaft überführt. „Die drastischen Veränderungen der globalen Energiemärkte, technische Innovationen und wachsende, individuellere Kundenerwartungen erfordern einen mutigen Neuanfang. Das bisherige breite Geschäftsmodell von E.ON wird den neuen Herausforderungen nicht mehr gerecht“, so Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender der E.ON SE.
 
Im kommenden Jahr sollen die Grundlagen für die Börsennotierung des neuen Unternehmens geschaffen werden, bis zum Jahr 2016 soll die Ausgliederung abgeschlossen sein. Bereits in kommenden Jahr werde das Investitionsvolumen fürt die Geschäftsfelder Erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen um rund 500 Millionen Euro gegenüber den bislang für 2015 geplanten 4,3 Milliarden Euro erhöht, um in der neuen Aufstellung „zukunftsfähige Lösungen“ anbieten zu können.
 
Mit der Neuaufstellung trennt sich E.ON auch vom Geschäft in Portugal und Spanien zu einem „Unternehmenswert in Höhe, von 2,5 Milliarden Euro“. Auch der Verkauf des Geschäfts in Italien werde untersucht. E.ON sei mit 31 Milliarden Euro verschuldet, schreibt „Die Zeit“ online: „Im laufenden Jahr reißt das bisherige Geschäft den Konzern tief in die roten Zahlen. Wertberichtigungen insbesondere bei den südeuropäischen Geschäften und Kraftwerken von 4,5 Milliarden Euro werden zu einem "erheblichen Konzernfehlbetrag im Geschäftsjahr 2014 führen"“.
 
Die radikale Neuausrichtung sei „kein Programm zum Abbau von Arbeitsplätzen“, so Teyssen. Sowohl die E.ON SE als auch die neue Gesellschaft würden eine solide Finanzausstattung erhalten, sollen Arbeitsplätze sichern und perspektivisch auch neue schaffen, heißt es.
 

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