Der eChiller ist die erste Kältemaschine, die ohne umweltschädliche Kältemittel auskommt: Das Gerät kühlt ausschließlich mit ganz normalem Wasser.
In dem geschlossenen System des eChiller sind 60 Liter Wasser enthalten. Foto: efficient energy GmbH

Die Efficient Energy GmbH aus dem deutschen Feldkirchen hat die revolutionäre Technik entwickelt und Mitte Oktober auf der Chillventa-Messe erstmals präsentiert. Die Neuentwicklung ist dabei nicht nur umweltschonender als konventionelle Geräte, laut Angaben des Herstellers verbraucht sie auch um die Häfte weniger Strom als diese.
 
Dabei arbeiten die Maschinen immer nach demselben Funktionsprinzip, wie die „Frankfurter Allgmeine“ online schreibt: „Ein gasförmiges Kältemittel wird mittels Kompressor verdichtet und erwärmt sich dabei. In einem Wärmetauscher wird die Wärme an die Umgebung abgegeben, dadurch kondensiert das Kältemittel. Danach strömt es zur Druckabsenkung durch eine Drossel in einen Verdampfer. Beim Verdampfen entzieht das Kältemittel der Umgebung Wärme. Als Gas wird es wieder dem Kompressor zugeführt, der Kreislauf ist geschlossen.“
 
Sieben Jahre wurde an dem Gerät geforscht, mehrere Bauteile mussten völlig neu entwickelt werden. „Das Prinzip ist recht einfach und gar nicht neu“, sagt Jürgen Süß von efficient energy. „Unsere Technologie basiert auf der Direktverdampfung, der Verdichtung, der Kondensation und der Entspannung von Wasser bzw. Wasserdampf in einer geschlossenen Einheit. Dieser Prozess findet anforderungsbezogen in einem Vakuum bei niedrigen Drücken zwischen 10 und 1000 mbar und damit in einem Tempreaturbereich von 5 bis 50 Grad Celsiuis statt.“ Das Herzstück der Innovation sei jedoch ein eigens entwickelter Turboverdichter, ausgestattet mit einer besonders effizeinten Antriebseinheit aus Motor und Elektronik, die Drehzahlen von bis zu 100.00 U/min realisiert und die Leistung des Verdichters durch Drehzahlregelung dem aktuellen Kühlbedarf anpasst. Das gesamte System enthalte nichts als 60 Liter Wasser, so die „Frankfurter Allgemeine“. Besondere Sicherheitsvorkehrungen wie bei anderen Kühlmitteln seien nicht nötig.
 
Die Nennkälteleistung des eChiller beträgt 45 Kilowatt und eigne sich für die Kühlung von Gebäuden, Servern und der industriellen Fertigung. „Die Leistungszahl (COP), das Verhältnis von erzeugter Kälteleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung, wird mit 5 angegeben.“ In der ersten Stufe steige sie auf 25 bis 30, im Pumpenbetrieb auf 75. Laut „Frankfurter Allgemeine“ wird der eChiller ab Anfang 2015 erhätlich sein, der Preis richte sich nach der Gesamtanlage.
 
 
 

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