Das österreichische Bauunternehmen Habau setzt bei seinen neuen Produktionshallen in Perg zu 100 Prozent auf Sonnenenergie mit intelligenter Bauteilaktivierung.
Die Gesamtkollektorfläche ist auf drei Solarfelder aufgeteilt. Foto: Gasokol

Auf den neu gebauten, vier Produktionshallen für Betonfertigteile wurden 1.410m2 Solarkollektoren der oberösterreichischen Firma Gasokol installiert, mit denen jährlich zirka 500.000 kWh aus fossilen Energieträgern eingespart werden sollen. Der Einsatz der vollsolaren Bauteilaktivierung sorgt zusätzlich für eine gleichmäßigen Temperierung der Hallenböden in den Fertigungshallen.
 
Bei der Bauteilaktivierung wird die von der Solaranlage gesammelte Sonnenwärme in den Heizungspuffer transportiert. Von dort wird die Wärme in den als Speicher aktivierten Bauteil eingespeist. Die Energie wird von der Speichermasse aufgenommen und kontrolliert an den Innenraum abgegeben. Die Warmwasserversorgung erfolgt über den Pufferspeicher samt Frischwassermodul.
 
Mit dieser Technologie werden in Perg nun 100.000m3 Raum beheizt: „Die thermische Solaranlage in Verbindung mit der Bauteil-Speichertechnologie beheizt die Produktionshallen vollsolar. Die erzielte Überschussenergie wird in den Monaten April bis Oktober zur Unterstützung von Fertigungsprozessen verwendet. Damit ist eine optimale ganzjährige Nutzung der Kollektorfläche gewährleistet“, sagt Harald Kuster, Planer der Energielösung.
 
Der Wärmespeicher bei Habau entspricht einer aktiven Speichermasse von 2.560 m3 Beton mit einem Gesamtgewicht von 6.145.000 kg. Diese werden um die passive Speichermasse der Außen- und Zwischenwände mit einem Gesamtgewicht von 1.090.000 kg ergänzt, woraus sich eine Speicherkapazität von 10.200 kWh ergibt.
 
„Dieses 100 %-solar Projekt ist das größte bisher in Europa ausgeführte“, erklärt Erwin Gattringer, Geschäftsführer von Gasokol. Laut Angaben des Unternehmens wird damit pro Jahr der Ausstoß von etwa 190 Tonnen CO2 vermieden.
 
 

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