Auf der Mitteleuropäischen Biomassekonferenz in der letzten Woche in Graz forderte Stephan Pernkopf in seiner Funktion als Präsident des Ökosozialen Forums Österreich das Aus für die Ölkesselförderung.
Das Heizen mit Pellets sei ürp Jahr um etwa 1.000 Euro günstiger als Wärme aus dem Heizöl-Brennwertkessel, so Pernkopf. Foto: propellets.at

740.000 österreichische Haushalte heizen derzeit mit Öl, der Einbau von neuen Ölkesseln wird von der der österreichischen Mineralölwirtschaft mit 3.000 Euro gefördert. „Die Förderung von Ölkesselheizungen durch die Mineralölwirtschaft ist ein völlig falsches Signal und entspricht sicher nicht einer ökosozialen Marktwirtschaft“, so Pernkopf. Menschen würden damit in eine Kostenfalle getrieben, denn der Ölpreis habe sich in den letzten 20 Jahren mehr als verfünffacht, während die Preise für Biomasse relativ stabil blieben.
 
„Familien, die diesen Winter mit Heizöl-Brennwertkessel heizen, müssen mit rund 2.500 Euro Heizkosten rechnen, während man für Pellets nur rund 1.500 Euro aufwenden muss. In einem Jahrzehnt kommt es also zu einer Mehrbelastung von 10.000 Euro“, betonte Stephan Pernkopf. Die Abschaffung der Förderung sei damit auch eine Frage des Konsumentenschutzes.
 
„Für die Förderung von Ökostrom wurden in den letzten 10 Jahren 2,6 Milliarden Euro aufgewandt. Geld, das zum Großteil im österreichischen Wirtschaftskreislauf bleibt. Für Öl, Kohle und Gas flossen im gleichen Zeitraum hingegen gesamt rund 100 Milliarden Euro aus Österreich ab.“ Ein östereichweiter Ausstiegsplan für Ölheizungen im Neubau sei neben der Abschaffung der Förderungen notwendig. Auch der Präsident des Ökosozialen Forums Steiermark, Siegfried Nagl, unterstützte auf der Biomassekonferenz diese Forderung: „Denn darüber hinaus ist die Erdölindustrie der Klimakiller schlechthin.“
 
 

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