Nach Protesten zum EAG: Ministerium dürfte kleine und große PV-Anlagen unterschiedlicher fördern lassen.

Folie PV-Ausbau Österreich bis 2030
Florian Maringer (BMK) verwies auf Änderungen im EAG, um die unterschiedlichen Anlagengrößen genauer bei den Förderungen zu adressieren. In seiner Folie grün markiert.

Vor allem für kleinere Photovoltaiker war der erste Entwurf des österreichischen Erneuerbaren Ausbau Gesetzes (EAG) ein Anlass großer Sorge. Neue kleine Anlagen würden in Zukunft keine ÖMAG-Tarifförderung wie bisher erhalten, sondern sollten über ein Marktprämiensystem gefördert werden. Doch im Entwurf wurde wenig unterschieden, was die Größe betrifft: 5-10 kW-Anlagen fielen durch den Rost, große Betreiber würden den Löwenanteil absaugen, so die Befürchtung.

Ministerium berücksichtigt Einwendungen
Bei der Österreichischen Fachtagung Photovoltaik, veranstaltet von Photovoltaik Austria und Technologie-Plattform Photovoltaik, gab nun Florian Maringer (BMK) Entwarnung. Maringer verwies darauf, ohne konkreter werden zu können, dass unter anderem die kritischen Anmerkungen bezüglich der PV-Marktprämien und Investitionsförderungen berücksichtigt würden. Kleinere und größere Anlagen würden nun konkreter in der Förderung unterschieden bzw. adressiert (siehe grüne hervorhebungen in der oben gezeigten Folie).

Derzeit würden die vielen Kommentare zum EAG geprüft und teilweise berücksichtigt.

Zwar werde die Förderung nach dem EAG noch nicht ganz so schnell zu beantragen sein, dafür sei eine Rekordsumme für die Photovoltaik vorgesehen. 2021 würden mehr als 100 Millionen Euro in Österreich für die PV reserviert sein. Maringer: „Das ist tagesfüllend für viele Akteure. Und das ist gut so"

Maringer BMK EAG 3.12.2020
Florian Maringer erklärte, dass der Netzbetreiber in Zukunft sehr genau sagen muss, weshalb er die Einspeisung nicht durchführen kann oder will oder wie Preise zusammenkommen.

Er verwies auch auf die zukünftig größere Verpflichtung zur Transparenz für die Netzbetreiber: Ablehnungen oder Preise müssten in Zukunft genau erklärt werden. Das würde den Netzzugang erleichtern.

Maringer kündigte auch an, dass zusätzliche Geldmittel für eine Beschäftigungs-Initiative freigemacht werden sollen. Denn allen sei bewusst, dass die PV-Ausbau neue Kräfte zur Umsätzung brauche.

Österreichischen Fachtagung Photovoltaik und Stromspeicherung

(hst)
 

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