Der vergangene Woche in London präsentierte neue World Energy Outlook der Internationalen Energie Agentur macht deutlich: Weitere Klimaschutzanstrengungen sind notwendig.
In vielen Bereichen habe der Umbau des Energiesektors in Richtung Dekarbonisierung eingesetzt, heißt es. Foto: pixabay.com
Obwohl in vielen Bereichen der Umbau des Energiesektors in Richtung Dekarbonisierung eingesetzt habe und Klimaschutz-Bemühungen fruchten, reichten die bisherigen Maßnahmen nicht aus, das international anerkannte Ziel, die globale Erderwärmung unter 2°C zu halten, zu erreichen, heißt es im World Energy Outlook 2015. Der Bericht der Internationalen Energie Agentur IEA erscheint jährlich und gilt als Trendbarometer der globalen Energieversorgung.

Der diesjährige World Energy Outlook zeigt für das Jahr 2014 mit 130 Gigawatt einen neuen Rekord beim Ausbau erneuerbarer Energie.Derzeit liegen die Erneuerbaren bei der gesamten Stromproduktion hinter Kohle auf Platz zwei, nachdem sie 2013 mit knapp über 5.000 Terawattstunden (TWh) Erdgas überholt hatten. Laut IEA wird erneuerbare Energie im Jahr 2030 Kohle als wichtigste Stromerzeugungsquelle ablösen.

Trotz eingeleiteter Reformen identifiziert der World Energy Outlookfür das Jahr 2014 immer noch 490 Milliarden USD Subventionen für fossile Energie, die Subventionen für erneuerbare Energie betrugen knapp ein Viertel davon: 112 Milliarden USD im Stromsektor und 23 Milliarden USD für Bio-Kraftstoffe. „Fossile Subventionen behindern die Marktentwicklung der erneuerbaren Energien und den Klimaschutz. Rechnet man Umweltkosten mit ein, betragen die Subventionen sogar 5,300 Milliarden US-Dollar jährlich“, kommentiert Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth.

Der World Energy Outlook bestätige laut Höbarth die Ergebnisse des kürzlich vom Klima-und Energiefonds und Erneuerbare Energie Österreich veröffentlichten 'Faktencheck Energiewende'. „Nimmt man das 2-Grad-Ziel ernst, müssen mindestens zwei Drittel der nachgewiesenen fossilen Reserven im Boden bleiben. Damit die Erneuerbaren deren Platz im Energiesystem einnehmen können, muss gerade Europa bei deren Ausbau einen Gang zulegen.“

World Energy Outlook 2015

Faktencheck Energiewende 2015

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