Unternehmensmeldung

Massiver Anstieg von Nettostrominport verursacht hohe Kosten für nicht erneuerbare Energien. Das sorgt bei der IG Windkraft für Ärger und Forderungen nach Umdenken bei den Ländern.

10,4% des österreichischen Stromverbrauchs wurden 2021 importiert. / Bild: IG Windkraft

Nettostromimport im Höhenflug

 

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Nettostromimport um das Dreieinhalbfache gestiegen, was einem Anteil von 10,4 Prozent am Stromverbrauch entspricht. Nach aktuellen Zahlen der E-Control ist der Nettostromimport 2021 mit 7,5 Mrd. kWh regelrecht explodiert. Von den 2,2 Mrd. kWh im Jahr 2020 ist er damit um das Dreieinhalbfache gestiegen. 700 Mio. Euro wurden damit an Kohle- und Atomkraftwerke im Ausland gezahlt.

IG Windkraft fordert raschen Ausbau der erneurbaren Energien

„Wir brauchen den Ausbau der erneuerbaren Energien dringender denn je“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Die erneuerbaren Energien sind der Garant für eine unabhängige Energieversorgung. Es ist Zeit, den nötigen Ausbau endlich zu beginnen.“ Zentrales Element sind die Rahmenbedingungen in den Bundesländern. „Die Bundesländer müssen jetzt die Handbremse beim Ausbau der erneuerbaren Energien lösen“, so Moidl.

700 Mio. Euro Geldabfluss

Durch die derzeit hohen Strompreise waren die 7,5 Mrd. kWh der Nettostromimporte besonders teuer. Rund 700 Mio. Euro wurden dafür an Stromerzeuger außerhalb Österreichs gezahlt. „Wir zahlen hunderte Millionen Euro an Kohle- und Atomkraftwerke im Ausland, weil wir es nicht schaffen, in Österreich ausreichend Windräder zu errichten. Das muss sich schleunigst ändern“, fordert Moidl.

Bundesländer müssen handeln

Während die Bundesregierung Auswege aus der Gaskrise sucht, haben die Bundesländer noch nicht damit begonnen, die Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu verbessern. „Die Geschwindigkeit der Energiewende und auch deren Gelingen liegt in der Hand der Bundesländer“, erklärt Moidl: „Die Handbremsen beim Windkraftausbau müssen in allen Bundesländern jetzt gelöst werden.“ Damit die Energiewende gelingen kann, müssen die Bundesländer neue Flächen für die Windkraft ausweisen, zusätzliche Ressourcen für die Behörden zur Verfügung stellen und den Rahmen für effiziente Genehmigungsverfahren schaffen.

(jst)

Hinweis: Die Meldung wurde von dem genannten Unternehmen verfasst. Das energie:bau Magazin übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte keine Haftung.

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