Unternehmensmeldung

Vorher – nachher: aus einem unansehnlichen Gebäude im 60er Jahre-Look, wurde ein Passivhaus-Bau mit ursprünglicher Fassade aus der Jahrhundertwende.

Das zum Passivhaus gewordene Pfarrhaus in Wolfurth. Foto: Andrea Vogel-Sonderegger

Was macht man mit einem relativ schmucklosen, energietechnisch katastrophalen Pfarrhaus? Abreißen? Neu bauen? Im Falle des Pfarrhauses Wolfurt in Vorarlberg entschied man sich für eine Revitalisierung im Passivhausstandard. Herausgekommen ist ein Parade- und Vorzeigeobjekt für eine durchgängige nachhaltige Sanierung. Für die thermische Verbesserung der Außenhaut kam eine Dämmung aus Hanfdämmplatten zum Einsatz.

Das Konzept dafür stammt – bis ins Detail ausgearbeitet – vom Energieinstitut Vorarlberg unter der Federführung von Andrea Vogel-Sonderegger vom gleichnamigen Planungsbüro. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verwendung von ökologischen Baustoffen gelegt. Das wurde letztlich vom Keller bis zum Dachfirst durchgezogen.
Das Gebäude wurde im Jahre 1886 errichtet und 1960 im Stil der Zeit „modernisiert“. Das Haus entsprach längst nicht mehr den Anforderungen an zeitgemäßem Wohnen und Arbeiten. Schlecht beheizbar, Feuchtigkeit, Schimmel, mangelnder Schallschutz zwischen den Räumen. Jede bautechnische Vernunft sprach für den Abriss und einen Neubau.

So sah das Pfarrhaus VOR der Renovierung aus.



Letztendlich entschied sich die Pfarre und die e-5 klimazertifizierte Gemeinde Wolfurt doch für eine nachhaltige Sanierung. Eine bauphysikalische Beurteilung der historischen Grundsubstanz bescheinigte dem 134 Jahre alten Haus gute Chancen auf ein Gelingen dieses Vorhabens. Außerdem wollte man das schöne alte Ensemble Pfarrhaus, Friedhof und Kirche in seiner Ganzheit erhalten.
Innovative Wiederherstellung der Gebäudehülle

„Die Innovation bei diesem Projekt bestand darin, dem Gebäude wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild der Jahrhundertwende zurück zu geben und zugleich Passivhausstandard zu erreichen. Dies wurde möglich gemacht durch ein umweltfreundliches Wärmedämm-Verbundsystem an der Fassade mit Hanfplatten als Basis,“ erzählt Capatect Baumeister-Berater Markus Sutterlüty. Bei der bestehenden verputzten Außenwand im Vollziegel-Mauerwerk kamen die mit dem österreichischen Umweltzeichen zertifizierten 22 cm dicken Hanffaserdämmplatten von Capatect zum Einsatz. Die Fassadenarbeiten wurden vom Putz-Spezialisten Preite aus Bürs fachgerecht ausgeführt.

Als Putz fand ein hochvergüteter, mineralisch gebundener Edelputz-Trockenmörtel auf Kalk-/Zement-Basis Anwendung (Produkt Capatect MK Edelputz). Die Oberfläche erhielt ihren authentischen Abschluss durch eine mineralische Fassadenfarbe, die speziell für den Denkmalschutz entwickelt wurde. Das Produkt heißt Histolith Sol Silikat (ebenfalls von Capatect) und verhindert durch Zusatz von Lithiumwasserglas das Ausblühen der Pottasche.

Ökologischer Fußabdruck
Tatsächlich liegt die Capatect Hanfdämmplatte nach einer Berechnung des Instituts für Baubiologie bei der Bewertung des ökologischen Fußabdrucks im Vergleich zu anderen Öko-Dämmstoffen klar auf dem Spitzenplatz. Die Dämmung weist eine deutlich bessere Dämmwirkung auf als andere vergleichbare Naturstoffe. Zusätzlich bringt die Dämmung je nach Aufbau eine Verbesserung des Schalldämmmaßes von 8dB bis zu 13dB.
Text: Susanna Witte

Projektdaten:

Standort: Wolfurt
Baujahr: 1886
Sanierungsjahr: 2018
Bauherr: Pfarre Wolfurt
Verarbeiter: Fa. Preite Verputz und Trockenbau, Bürs
Beratung, Planung: Planungsbüro DI Dr. techn. Andrea Vogel-Sonderegger
Mehr Infos unter: http://www.sanierungsgalerie.at/projekte/pfarrhaus-wolfurt

Hinweis: Die Meldung wurde von dem genannten Unternehmen verfasst. Das energie:bau Magazin übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte keine Haftung.

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