In Turin startet das erste Fachmarktzentrum der Welt, das fast vollständig aus Recycling-Stoffen besteht.

Ein Statement als Bauwerk: Green Pea in Turin. Foto: Green Pea
Ein Statement als Bauwerk: Das Kaufhaus Green Pea in Turin. Foto: Green Pea

Investor und Ideengeber ist Oscar Farinetti, ein italienischer Geschäftsmann, Eigentümer der italienischen High-End-Lebensmittelkette Eataly. Das neue Gebäude wird genau neben Eataly entstehen, einer weltbekannten Lebensmittelhalle, für die Negozio Blu Architects die ehemalige Wermutfabrik Carpano wunderschön saniert haben. Das selbe Team designet nun die „grüne Erbse“ (Green Pea).

Die Architektur-Plattform guiding-architects.net schreibt darüber: „Green Pea ist eines der interessantesten Architekturprojekte, die in Turin gerade entstehen, ganz dem Trend von Innovation und Nachhaltigkeit folgend, der der Stadt schon solche Gebäude wie die verspielten Baumhauswohnungen 25 Verde oder den Wolkenkratzer Intesa Sanpaolo von RPBW beschert hat.“.

Fünf Etagen grüne Philosophie
Es besteht zur Gänze aus recycelten und recyclingfähigen Materialien (gemäß der Philosophie des „zweiten Lebens“) und ist zudem vollständig demontierbar. Der Ort ist dem Thema „Respekt“ und einer neuen Konsumweise gewidmet und bietet hochwertige nachhaltige Produkte und Dienstleistungen auf 15.000 m2 über fünf Etagen, hauptsächlich Made in Italy, aber ohne oder mit geringen Umweltauswirkungen. Geschäfte, ein Museum, drei Restaurants, ein Swimmingpool, ein Spa und ein Club, der sich dem kreativen Nichtstun widmet, stehen den Besuchern zur Verfügung. Zusätzlich zu diesem kommerziellen Aspekt bietet Green Pea Erlebnisse, Events und alle nötigen und verfügbaren Dienstleistungen für eine ökologische Lebensweise.

Zur Bauweise (beschrieben von den Architektur-Führern):
Holz und recyceltes Glas werden die Hauptmaterialien dieses neuen, facettenreichen Gebäudes sein: “15.000 Quadratmeter wurden aus dem Holz der Wälder gebaut, im Oktober 2018 von einem Tornado weggefegt wurden”, sagte Farinetti. Die Struktur besteht aus einem facettierten Volumen mit transparenter Hülle, umgesetzt mit einem System aus Pfosten und Riegeln, die an der Stahlkonstruktion des Gebäudes befestigt sind.

Recycling-Latten gegen die Sonne
Die Blendfassade des Gebäudes, dem „grünen“ Aspekt des Projekts entsprechend, wird aus einer Wandverkleidung aus Holzpaneelen mit einer Außendämmung aus Holzfasern bestehen. Sonnenschutzelemente aus Holzlatten werden die gesamte Oberfläche fast vollständig bedecken. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, die Energieversorgung komplett nachhaltig zu gestalten, sowohl im Hinblick auf die Errichtung als auch auf den Betrieb des Gebäudes.

Geothermie, Photovoltaik und Fernwärme bestimmen die Energieversorgung. Dazu kommen Kleinwindräder, PV-Blumen und piezoelektrische Böden an allen Eingängen.

Website green pea (engl).

Bericht der guiding-architects.

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