Beschlossen - 26.11.2018
Mit Beschluss der neuen Wiener Bauordnung im Landtag wird der Heizkesseltausch von Öl auf Öl auch bei Bestandsgebäuden nicht länger toleriert.
Die Rate für umfassende thermische Sanierungen beträgt in Wien derzeit 0,4 Prozent. Foto: GLOBAL 2000

In der Entwurfsfassung vom vergangenen April war bereits das Aus für Ölheizungen und dezentrale Gasheizungen im Neubau vorgesehen, der Vorschlag der Umweltorganisation Global 2000 zu den Ölheizungen wurde zusätzlich aufgenommen. 30.000 Ölheizungen gibt es aktuell in Wien, die großteils veraltet seien und durch klimafreundliche Heizsysteme ersetzt werden müssten, informiert Global 2000 in einer Aussendung. Der Einbau einer neuen Ölheizung sei dabei die klimaschädlichste Variante und soll nun bei größeren Sanierungen, die mindestens 25 Prozent der Gebäudehülle betreffen, nicht mehr erlaubt sein.

„Mit der neuen Wiener Bauordnung wird ein Anlauf genommen, fossile Energie zurückzudrängen und erneuerbaren Energien zum Durchbruch zu verhelfen. Eine vergleichbare Regelung, die den Tausch von Öl auf Öl einschränkt, ist bisher noch in keinem anderen Bundesland etabliert“, sagt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von Global 2000. Wünschenswert sei eine Ausweitung dieser Regelung, damit sie nicht nur bei größeren Sanierungen greife, heißt es weiter. Der nächste logische Schritt sei für die Umweltorganisation nun die Vorbereitung einer neuen Sanierungsoffensive für Wien. (cst)

Global 2000

Wiener Bauordnung

Kommentare  

#1 Mattes Michael, Ing. KR 2018-11-30 09:39
Allgemein ist bekannt, dass wir in Österreich nur eine Sanierungsrate von weit unter einem Prozent haben und mit "Schönrechnerei " die Welt retten.
Es wird einfach nicht bemerkt, dass eine Renovierung auch jemand bezahlen muss und man unterstützt mit sinnlosen Förderungen die Meinung von selbsternannten Experten um intakte Infrastrukturen zu verschrotten.
Es wäre meiner Meinung sinnvoller, die Effizienz zu fördern, auf Kosten zu achten, damit die Sanierungsrate steigt. Es wäre wichtiger, in die Produktion von CO2-freiem Energieträger zu investieren!
Dass das möglich ist, hat Güssing bewiesen.

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