Projekte, deren Windparkflächen nicht bis 23.Mai gewidmet sind, werden erst mit Jahresende wissen, ob sie eine Realisierungschance haben. Bis dahin soll eine Zonierung des gesamten Bundeslandes erarbeitet werden.
Die IG Windkraft sieht beim möglichen Stopp bereits entwickelter, unproblematischer Projekte hunderte Arbeitsplätze gefährdet. Foto: IG Windkraft © Franz Weinhofer

Nach der niederösterreichischen Regierungsklausur bestätigte LH Pröll erneut den Energiefahrplan 2030 und die Windkraft als wesentliche Säule zu dessen Umsetzung. „Damit der Windkraftausbau aber nicht zum Rückschritt im Landschaftsbild wird“, so Pröll, wurde ein Widmungsstopp und die Ausarbeitung einer Zonierung für Niederösterreich angekündigt.

 
Die IG Windkraft warnt in diesem Zusammenhang vor „Ho Ruck Aktionen“, ein geordneter Windkraftausbau mit besonnenen Übergangsregelungen sei wünschenswert. In Niederösterreich ist der Anteil der Flächen die unter Naturschutz stehen, deutlich höher als in anderen Bundesländern. Auf diesen Flächen ist eine Errichtung von Windkraftanlagen praktisch nicht möglich. Aufgrund dieser strengen Vorgaben wurde bisher in Niederösterreich die Entscheidung zu Windkraftanlagen anlassbezogen und regional in den Bewilligungsverfahren getroffen.
 
„Wir sind seit Jahren in Diskussionen zur Raumordnung involviert und es gibt jetzt schon Regionen, in denen eine Zonierung als kleinregionaler Prozess konstruktiv umgesetzt wird“, erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft, und ergänzt: „Diese Projekte jetzt monatelang in den Warteraum zu stellen, obwohl die Zonierung dort bereits abgeschlossen ist, kann ich nicht nachvollziehen. Für diese Windparks muss ein proaktiver Weg abseits der Gesamtzonierung gefunden werden.“ Mit dieser Lösung kann zumindest für Projekte, für die regional bereits Konsens gefunden wurde ein Totalstopp vermieden werden.
 

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