Familie Dorfstetter testet das erste CO2-neutrale Einfamilienhaus und berichtet darüber im Internet. Erste Ergebnisse zeigen, dass ökologisches Bauen nicht im Widerspruch zu guter Architektur und höchster Wohnqualität steht.
Seit März bewohnt die Familie Dorfstetter das Sunlighthouse in Pressbaum und testet die wesentlichsten Gimmicks. Foto: Velux
Die erste Zwischenbilanz des auf ein Jahr ausgelegten Monitorings fördert durchwegs positive Ergebnisse zutage. Das mehrfach ausgezeichnete Sunlighthouse ist nun seit März im Praxistest. Yasmin und Ludwig Dorfstetter testen gemeinsam mit ihren beiden Kindern, ob es tatsächlich gelingt, Energie-Überschuss und CO2-Neutralität in Kombination mit hohem Tageslicht-Anteil und ökologischen Materialien zu realisieren. Bisher nur graue Theorie, stellt sich das Aktivhaus nun unter schwierigen Bedingungen wie Hanglage und schattigem Grundstück dem Familien-Alltag. Ob das Experiment gelingt? Alle Details werden wissenschaftlich ausgewertet, Familie Dorfstetter berichtet laufend im Internet.

Berichte aus dem Sunlighthouse-Alltag
Das Sunlighthouse in Pressbaum ist Teil der europaweiten VELUX-Initiative ModelHome 2020, die zeigt, wie sich energieeffizientes Bauen mit geringsten CO2-Emissionen und gesundem und behaglichem Wohnklima verbinden lässt. Der kürzlich abgeschlossene, erste Zwischenbericht stellt dem Sunlighthouse ein gutes Zeugnis aus: Die einzelnen quantitativen Messergebnisse sind sehr erfolgversprechend und decken sich im Großen und Ganzen mit den Werten aus der Gebäudesimulation und den vorab angestellten Berechnungen.
Marginale Abweichungen gab es bei den Tageslichtmessungen, beispielsweise in der Küche. Da gegenüber den Modellannahmen für die Simulation im realen Objekt ein zusätzliches Fenster ausgeführt wurde, kommt es hier auch zu anderen Messwerten als ursprünglich angenommen. Alle übrigen Abweichungen bewegen sich in einem Rahmen von plus/minus zehn Prozent und entsprechen damit der üblichen Schwankungsbreite.

Bemerkenswert ist, dass bislang der gesamte Warmwasserwärmebedarf von der Solaranlage gedeckt werden konnte und sogar Wärmeüberschüsse produziert wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Bezug auf den Stromverbrauch. Bedingt durch den Einsatz von hocheffizienten Geräten und den Verzicht auf Energiefresser wie Wäschetrockner oder Dunstabzug wurde der Stromverbrauch schon in der Planung sehr niedrig angesetzt. Dank dem sorgsamen Umgang der Familie konnten die Prognosen tatsächlich eingehalten werden.

www.sunlighthouse.at

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