Am Stadtrand von Seoul entsteht eine ökologische Musterstadt, die dem Meer abgerungen wurde: Songdo New City. Sieht so die Zukunft urbanen Lebens aus?
Die grüne Stadt: Auf dem künstlich aufgeschütteten Gebiet Songdo gibt es viel Technologie und keine Müllautos - allerdings auch noch kein wirkliches städtisches Leben. Foto: Czaja
Für die Songdo New City - so der offizielle Name des künstlichen Gebiets - wird eifrig die Werbetrommel gerührt. Während die modernen KTX-Hochgeschwindigkeitszüge mit 300 km/h durch die Landschaft brettern, wandert ein Fernsehspot alle paar Minuten über den Flatscreen. Songdo, was übersetzt so viel heißt wie "Zwergkieferninsel", ist ein 800 Hektar großes künstlich aufgeschüttetes Land am südwestlichen Stadtrand Seouls, rund 40 Kilometer und mehr als 30 U-Bahn-Stationen von der Innenstadt entfernt. Und es ist der derzeit größte Stolz der südkoreanischen Wissenschafter und Planer.

Das Kooperationsprojekt des koreanischen Stahlunternehmens Posco E&C, des viertgrößten Stahlerzeugers weltweit, und des amerikanischen Real Estate Developers Gale International mit Sitz in New York, ist die erste bereits realisierte Smart City der Welt. Rund 20 Milliarden Euro wird man am Ende in die Zukunftsstadt insgesamt investiert haben. Dass das größte Konkurrenzprojekt, Norman Fosters Masdar City in Abu Dhabi, seit der Finanzkrise mehr oder weniger auf Eis liegt, wirkt sich auf die Stimmungslage der Südkoreaner nicht gerade negativ aus.

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Pläne für die grüne Zukunft: Wohn- und Bürohochhäuser am Rande des Central Parks. Eines Tages sollen hier 70.000 Menschen leben.

„Songdo ist das Exempel einer modernen, futuristischen Stadt“, sagt Angela Hong von der Incheon Development & Tourism Corporation (IDTC), die für die Vermarktung der Retortenstadt zuständig ist. „In manchen Punkten haben wir uns an der klassischen europäischen Stadtplanung orientiert. Was für die einen altmodisch ist, kann für die anderen eine Revolution sein.“

Mehr dazu unter: derstandard.at

www.songdo.com


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