Österreichs Massiv-Holzbauer fühlen sich von der neuen OIB-Richtlinie 6 unfair behandelt. Die Berechnungen des Heizwärmebedarfes im neuen Energieausweis lägen deutlich über der Realität.
Massivhausbauten sind in der Realität energetisch besser als im Energieausweis berechnet. Foto: fertighaus-pieber.at <br /><br />

Massivholzbauten kamen in letzter Zeit in Mode, genauso wie alte Blockhausbauten es in früheren Tagen waren. Sie prägen nicht nur das Bild der Alpen, sie sind seit jeher eine umweltfreundliche Wohnform. Doch die Holzmassiv-Bauweise ohne Isolierung kommt in der Berechnung nach dem Energieausweis schlecht weg, wie Birgit Maier von Holzbau Maier im salzburgischen Bramberg und Sprecherin der Salzburger ARGE Blockholzbau erkennen musste: "Wir haben über zwei Winterperioden den tatsächlichen Heizwärmebedarf gemessen.

Und der lag 40 % unter dem gerechneten Wert. Hier stimmt offenbar die Berechnungsmethode nicht mehr." Die Studie wurde vom deutschen „Holzhauspapst“ Josef Egle durchgeführt, die Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg war mit an Bord. Die Ergebnisse bestätigen nun den Widerspruch von Energieausweisnorm und Holzhauspraxis. "Wir glauben schon, dass es notwendig sein wird, die Berechnungsmethoden anzupassen" sagt Birgit Maier. Massivholz ohne Dämmung sei eine von vielen Möglichkeiten des Holzbaues und es wäre schade, wenn dieser Trend gestoppt werden würde. Schließlich würden viele Kunden Blockhäuser oder andere Massivholzbauten bevorzugen, die ohne Dämmung gebaut werden.

Quelle: wirtschaftsblatt.at

Kommentare  

#4 Otmar Bachler 2012-01-20 08:25
Für mich sieht das Bild weder nach einem Blockbau noch nach einem Holzriegelbau aus. Ich tippe auf eine Konstruktion mit CLT - cross laminated timber oder auch bekannt als BSP - Brettsperrholz.
#3 Sie haben recht! 2012-01-19 16:30
Hoffe, wir haben nun die Unklarheiten ausgeräumt. Tatsächlich geht es um ungedämmte Holzmassiv-Konstruktionen.
Danke für die Hinweise!
Die Redaktion
#2 Alexander Ebner 2012-01-19 15:24
Diese Abbildung oben zeigt ein Gebäude in Holzriegelkonst ruktion, das vermutlich noch mit Dämmung zwischen den Stehern ausgefüllt wird, beplankt und mit Holzschalung oder Putz versehen wird. So wie ich es aus dem Artikel oben entnehme, dreht sich die Diskussion vor allem um Holzmassivbauwe ise, wo der gesamte Wandquerschnitt in Holz ausgeführt wird, ohne Dämmung. Reine Holzblockhäuser ohne Dämmung schaffen die Fördervorausset zungen der meisten Bundesländer und logischerweise auch die Anforderungen laut OIB RL-6 schon seit längerem nicht. Für eine urige Almhütte oder ein Wochenendhaus ist die Bauweise ausreichend, für modernes Wohnen mit entsprechenden Ansprüchen an Komfort, Heizkosten und Luftdichtheit und Winddichtheit ist die Methode nicht geeignet. Genausowenig wird man mit reiner Ziegelbauweise für ein durchschnittlic hes EFH eine Energiekennzahl von 36 kWh/m2a (Fördergrenzwer t Steiermark)scha ffen, ohne eine Zusatzdämmung und/oder Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinn ung.
#1 Arch. Waldmann 2012-01-19 12:45
Diese Nachricht strotz vor inhaltlichen Widersprüchen und etlichen Fehlern in der Verwendung der deutschen Sprache.
Wer will was damit sagen???

Kommentar schreiben

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite benutzerfreundlicher zu gestalten. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.