Ein Nutzer des EVN-Stromnetzes in Niederösterreich beklagt, dass die Tarifpolitik des Enerrgieversorgers nicht mehr zeitgemäß sei: Je weniger er vom Netz bezieht, umso höher wird der Preis pro kWh.
Wie das?
Es liegt am sogenannten Leistungstarif, der im größten Bundesland schon vielfach angewendet wird. Netzkunden mit einer PV-Anlage über 30 kVA Spitzenleistung gehören beispielsweise zu den Opfern. Laut e-Control soll ab 1.1.2027 diese Tarif-Logik österreichweit zur Anwendung kommen.
Hier die für Juli 2026 verrechneten Werte des oben erwähnten Verbrauchers:
Netzbezug: 30,7 Kilowattstunden (kWh)
Netzkosten inkl. USt: 39,51 Euro
Netzkosten pro kWh: 1,29 Euro
Die Netzgebühr setzt sich aus einem Verbrauchspreis (6,65 Cent / kWh und dem hohen „Leistungspreis“ zusammen. Im gegenständlichen Fall also rund 30 Euro für den Monat Juli 2026.
Der Niederösterreicher hat die EVN aufgefordert, diese Tarife zurückzunehmen. Doch auch nach Wochen bekam er keine Antwort.
(hst)



